Orte zur Tierbeobachtung
WILDBEOBACHTUNGSGEBIETE
Rothirsche, Damhirsche, Mufflons, Steinböcke, Wildschweine und verschiedene Greifvögel sind hier sehr zahlreich – dank des wilden Geländes, seiner großen Ausdehnung und seines guten Erhaltungszustands.
Damit Ihre Erwartungen nicht enttäuscht werden und Ihre Aktivität die Tierwelt nicht stört, sollten Sie jedoch einige Hinweise beachten:
Das Auftreten von Wildtieren ist nie vorhersehbar. An keinem Ort und zu keiner Zeit lassen sich Sichtungen garantieren. Auch wenn es selbstverständlich ist: Vergessen Sie nicht, dass der Park kein Zoo ist.
Die meisten Sichtungen erfolgen aus großer Entfernung. Ein Fernglas ist daher wichtig.
Die Beobachtung von Wildtieren hängt von verschiedenen Umweltbedingungen ab, vor allem vom Wetter, aber auch von der Jahres- und Tageszeit. Große Pflanzenfresser lassen sich in der Regel am besten in den frühen Morgen- und späten Abendstunden beobachten. Große Greifvögel sind dagegen eher in der Tagesmitte zu sehen, da sie die warmen Aufwinde zum Fliegen nutzen.
Die Fellfarbe der großen Pflanzenfresser tarnt sie in ihrer Umgebung, deshalb braucht es Geduld und Ausdauer. Meist bemerkt man sie erst, wenn sie sich bewegen.
Die Störungen, die wir in ihrem Lebensraum verursachen, sollten so gering wie möglich sein. Einige Regeln und Verhaltensweisen erleichtern Ihnen die Beobachtung und stören die Tiere weniger:
- Versuchen Sie, unauffällig zu bleiben. Gehen Sie am besten allein oder in kleinen Gruppen und tragen Sie geeignete Kleidung in unauffälligen Farben. Bedenken Sie, dass die Tiere Sie mit großer Wahrscheinlichkeit lange vor Ihnen bemerken, denn nach Jahrtausenden der Verfolgung durch den Menschen ist die Furcht vor uns in ihrem genetischen Gedächtnis verankert.
- Stille ist unerlässlich. Nutzen Sie die Gelegenheit, den unzähligen Geräuschen der Natur zu lauschen, die sonst oft unbemerkt bleiben.
- Verfolgen Sie niemals Tiere und nähern Sie sich nicht ihren Rückzugsorten wie Nestern, Setz- und Aufzuchtplätzen. Sie könnten nicht wiedergutzumachende Schäden verursachen und aggressive Reaktionen auslösen.
- Bleiben Sie möglichst auf den Pisten und Wegen.
- Alle Arten sind durch die entsprechenden Vorschriften geschützt, die eingehalten werden müssen. Wenn Sie diese Hinweise befolgen, wird es keine Probleme geben.
Im Naturpark gibt es spezialisierte, zugelassene Unternehmen, die Besucher mit Geländewagen in Gebiete bringen, die für Privatfahrzeuge gesperrt sind. Dort sind Tiersichtungen häufig.
Die Hirschbrunft ist eines der meistbeachteten Ereignisse im Park. Das traditionell beliebteste Gebiet ist Bujaraiza am Stausee El Tranco. Es gibt aber auch weniger besuchte Brunftgebiete ganz in der Nähe des Naturparks, in den Ausläufern der Sierra Morena bei Génave, Puente de Génave und Arroyo del Ojanco. Dabei handelt es sich um große private Jagdgüter für Großwild, auf denen es sehr viele Hirsche gibt. Beobachten kann man sie allerdings nur von außerhalb der Umzäunung.
Im Wildpark Collado del Almendral können Sie ganz bequem Hirsche, Damhirsche, Mufflons und Steinböcke in Halbgefangenschaft beobachten.
Denken Sie außerdem daran, dass es im Naturpark neben den großen Pflanzenfressern und Greifvögeln viele weitere Tiere gibt, deren Beobachtung sehr lohnend sein kann.
Eichhörnchen gibt es in großer Zahl, ebenso kleine Waldvögel (Kohlmeisen, Blaumeisen, Schwanzmeisen, Buchfinken usw.) und viele andere Vögel. Der unverwechselbare Ruf kleiner Eulen wie Waldkauz und Zwergohreule ist in den Wäldern des Parks und rund um Dörfer und Weiler häufig zu hören.
In den Flüssen können Sie die Wasseramsel beobachten, die in schnell fließendem, sauberem Wasser lebt, und natürlich Forellen. Tausende Arten von Wirbellosen sowie kleine Amphibien und Reptilien zeigen sich Ihnen … Und manchmal gibt es keine spannendere Jagdszene als die eines einfachen Mauergeckos, der in kühlen, sternenklaren Sommernächten mit unendlicher Geduld den Mücken an den weißen Wänden eines Landhauses auflauert.
Im gesamten Naturpark lassen sich Wildtiere beobachten. Auf dieser Karte schlagen wir Ihnen jedoch Gebiete und Orte vor, an denen große Pflanzenfresser und Greifvögel leichter zu sehen sind.
VOGELKUNDLICH INTERESSANTE WANDERWEGE
Im Süden des Parks und in seiner näheren Umgebung gibt es zehn vogelkundlich interessante Wanderwege. Alle sind leicht erreichbar und landschaftlich sehr reizvoll. Am Ausgangspunkt informiert jeweils eine ausführliche Tafel über die Vogelarten, die man beobachten kann, über die Route und die Umgebung.
Im Folgenden stellen wir die Wege und einige der interessantesten Arten vor, die Sie dort beobachten können:
Cerrada del Utrero
Gänsegeier, Eisvogel, Wasseramsel, Alpenkrähe, Pirol, Alpensegler.
Laguna de Valdeazores
Sperber, Habicht, Graureiher, Zwergtaucher, Teichhuhn, Stockente, Blässhuhn, Haubentaucher, Waldkauz, Pirol.
Río Borosa
Habicht, Uhu, Steinadler, Sperber, Waldkauz, Wasseramsel, Eisvogel, Pirol, Erlenzeisig, Rötelschwalbe.