Sierra de Cazorla
Die Comarca Sierra de Cazorla liegt im Südosten der Provinz Jaén. Sie grenzt im Nordosten an die Sierra de Segura, im Nordwesten an La Loma y Las Villas, im Südwesten an die Sierra Mágina und im Süden und Südosten an die Provinz Granada. Sie umfasst acht Gemeinden sowie zahlreiche Weiler und Gehöfte (Cortijadas), verteilt über eine Landschaft, die von den Gebirgszügen von Cazorla, Quesada, El Pozo und La Cabrilla gekrönt wird.
Rund 40 % des Gebiets gehören zum Naturpark Sierras de Cazorla, Segura y Las Villas, dem größten Naturschutzgebiet Spaniens. Er wurde im Rahmen des UNESCO-Programms „Der Mensch und die Biosphäre“ (MAB) zum Biosphärenreservat erklärt und von der Europäischen Union als Vogelschutzgebiet (SPA) ausgewiesen.
Die durchschnittliche Höhe von über 1.000 m und die zahlreichen Gipfel von 2.000 m und mehr verleihen der Region eine spektakuläre Schönheit und eine einzigartige Landschaft. Geprägt wird sie vom Wasserreichtum und vom Kalkgestein, die ein verschlungenes Netz aus Bergen und Tälern mit sehr steilen Hängen und zahlreichen Karstformen geschaffen haben.
Die Küche der Sierra de Cazorla ist traditionell sehr schlicht und wird von den Produkten der Umgebung bestimmt: kräftige Würzung, Wild, Flussfische, frische Hülsenfrüchte und Gemüse … und natürlich das ausgezeichnete native Olivenöl extra mit der geschützten Ursprungsbezeichnung „Sierra de Cazorla“. Zu den traditionellsten Gerichten zählen unter anderem Gachamigas, Talarines, Ajoharina, Rin Ran und Forellen in Mandelsoße. Auch die Wurstwaren aus Großwild und Schweinefleisch gehören zu den besten der Provinz. Zu den traditionellen Süßspeisen zählen Gachas, Roscos de Miga, Papajotes, Anisküchlein (Tortas de Matalauva) und Milchreis.