Spaziergänge durch das Tal
Hier gibt es viel zu tun, viel zu sehen – viel mehr als einen Fluss, viel mehr als ein Tal …
Sie befinden sich im meistbesuchten Teil des Naturparks, im Korridor, der die verschiedenen Sehenswürdigkeiten miteinander verbindet. Hier treffen der Norden – die Sierra de Segura – und der Süden – die Sierra de Cazorla – auf natürliche Weise aufeinander; hier entstanden traditionell die ersten touristischen Einrichtungen des Parks. Sie finden Orte zum Ausruhen, Besichtigen und Spazierengehen. Und wenn Sie sich gemächlich im Rhythmus des Guadalquivir bewegen, entdecken Sie zu Fuß eine ganze Reihe interessanter Winkel.
In diesem Tal fließt ein großer Teil der Gewässer des Parks zusammen. Dutzende Bergflüsse und Bäche bringen das Wasser von den Gipfeln herab. Zwei davon stechen besonders hervor: der Aguamulas und der Borosa, zwei herrliche Bergflüsse, die Sie – nicht ohne Anstrengung – über Pisten und Pfade bis zu Las Banderillas (1.993 m) führen, einem der beliebtesten Berggipfel Andalusiens. Wenn Sie lieber kürzere Spaziergänge unternehmen, gibt es in diesen Tälern auch so besondere Alternativen wie die Cerrada de Elías am Río Borosa.
Bei Ihrem ersten Besuch wird Sie die Landschaft des Stausees El Tranco begeistern, vor allem nach einem regenreichen Jahr. Jeden Herbst können Sie von der Straße sowie von den Wegen und Pisten rund um den See Nacht für Nacht das eindrucksvolle Konzert der Hirschbrunft erleben: das Röhren der Männchen in der Paarungszeit. Einer dieser Wege ist die Piste, die an den Llanos de Arance beginnt und bis zum Cortijo de las Ánimas führt.
In der Nähe des Stausees ist der Wildpark Collado del Almendral ein Pflichtstopp für Familien und Freundesgruppen. Bei einem kurzen Waldspaziergang können Sie jeden Abend Hirsche, Damhirsche und Steinböcke in Halbfreiheit beobachten. Félix Rodríguez de la Fuente nutzte diesen Ort als einen der Drehorte für seine berühmte Fernsehserie „El Hombre y la Tierra“ (Der Mensch und die Erde). Das Besucherzentrum und der Botanische Garten Torre del Vinagre sind ideal, um die Artenvielfalt und den kulturellen Reichtum des Naturparks zu verstehen.
Die jüngere und ältere Geschichte dieser Berge versteht man besser bei einem Besuch der Staumauer des Stausees El Tranco, die seit den 1950er-Jahren den Wasserstand des großen Flusses Andalusiens reguliert, oder des historischen Ortskerns von Hornos, der seit prähistorischer Zeit besiedelt ist und den Zugang zum entlegensten Teil dieser Berge bildet.