Torres
Torres ist eine Stadt in der Region Sierra Mágina und liegt an den Hängen des Cerro de la Vieja. Ihr Gebiet befindet sich im Naturpark Sierra Mágina und bietet spektakuläre Landschaften, insbesondere im Frühling zur Kirschblüte. Dank ihrer geografischen Lage gibt es zahlreiche Quellen. Die Höhenlage von über 800 Metern sorgt für angenehme Sommertemperaturen und kalte Winter.
Torres hat über 1.800 Einwohner und erstreckt sich über rund 80 Quadratkilometer entlang des Tals des Río Torres. Olivenhaine finden sich sowohl an den Ausläufern der Stadt als auch auf den Gipfeln des Naturparks. Der höchste Gipfel ist der Almadén mit über 2.032 Metern. Torres hat über 1.800 Einwohner und sein Gemeindegebiet erstreckt sich über rund 80 Quadratkilometer entlang des Río Torres. Neben Olivenhainen, von denen etwa ein Drittel bewässert wird, und Obstplantagen ist auch der Kirschanbau bemerkenswert. Die ausgedehnten Kirschplantagen machen Torres zu einem der wichtigsten Kirschproduzenten.
Tourismusabteilung des Rathauses von Torres
Plaza de España, 1
23540 Torres | Jaén
953 363 011 – Durchwahl 28
info@torresturismo.es
Entfernung zur Hauptstadt (km): 31
Höhe über dem Meeresspiegel (m): 888
Fläche (km²): 80
Einwohnerzahl: 1.665
Name des Einwohners: Torreños
Postleitzahl: 23540
- Kirche Santo Domingo de Guzmán: Sie liegt an einem steilen Hang und wird von Strebepfeilern getragen, die acht freiliegende Steinbögen bilden. Die Renaissancekirche wurde zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert erbaut. Im Inneren besteht sie aus einem einzigen, in drei Abschnitte unterteilten Kirchenschiff, das von Kreuzgewölben überspannt wird. Am Westende befindet sich ein Chor, und in den Kapellen im Stil des Spätbarock sind Bilder ausgestellt, die während der Karwoche verehrt werden. Eines der Taufbecken in der Kirche ist im Mudéjar-Gotikstil gehalten.
- Der Palast der Cobos: Auch bekannt als Palast des Markgrafen von Camarasa, wurde er im 16. Jahrhundert erbaut. Laut der Inschrift am Fries des Haupteingangs muss der Bau 1565 abgeschlossen worden sein. Im Renaissancestil gehalten, erinnert er an die Pracht, die die Stadt erlebte, nachdem Karl I. sie an seinen Sekretär Francisco de los Cobos verkauft hatte. Die Fassade ist durch ein Gebälk in zwei Abschnitte gegliedert. Der untere Abschnitt zeigt einen Halbkreisbogen mit einem markanten Akanthus-Schlussstein, der von kannelierten Pilastern eingerahmt wird. Der obere Abschnitt wird von zwei Vasen auf Sockeln flankiert, und in der Mitte befindet sich ein Schild mit einem Wappen und dem Jakobskreuz zwischen reliefverzierten Säulen. 1997 wurde sie in den Allgemeinen Katalog des historischen Erbes Andalusiens aufgenommen. Die Kirche Sant’Azur: Sie wurde im 20. Jahrhundert aus verputzten Steinen erbaut und besteht aus einem einzigen Kirchenschiff mit einem gestuften Presbyterium und einem Chor im hinteren Bereich. Das Äußere ist sehr schlicht, die Hauptfassade schließt mit einem Giebel ab. Besonders sehenswert ist das Innere der Kirche. Dort befindet sich ein Ölgemälde auf Leinwand aus dem 17. Jahrhundert mit der Ikonographie des Ecce Homo: ein sitzender Christus, der die barocke Ästhetik des Tenebrismus widerspiegelt; ein weiteres Ölgemälde aus dem 18. Jahrhundert, das die Divina Pastora (Göttliche Hirtin) mit einem volkstümlichen Thema und starkem Farbkontrast darstellt; und aus dem 20. Jahrhundert eine Holzschnitzerei des gekreuzigten Christus mit sorgfältiger anatomischer Darstellung. Die Morrón-Höhle: Sie ist eines der bedeutendsten paläolithischen Höhlenheiligtümer in der Region des oberen Guadalquivir. Die Malereien befinden sich in einer kleinen Kammer der Höhle. Es handelt sich um zwei verschiedenfarbige Ziegen, eine rote und eine schwarze. Höchstwahrscheinlich handelt es sich um einen Zufluchtsort, dessen Malereien einen magischen Zweck erfüllten und eine erfolgreiche Jagd sichern sollten, die die Haupteinnahmequelle der umliegenden Bevölkerung darstellte. Diese Höhlenmalereien wurden zum Kulturgut erklärt.
Am Rande der Höhle befindet sich „La Puente“, die im Volksmund als Brücke bezeichnet wird, die Andrés Vandelvira 1565 im Auftrag von María de Mendoza erbaute.
Die Gemeinde Torres erstreckt sich über eine Fläche von 80 km², wovon ein Großteil zum Naturpark Sierra Mágina gehört. Sie zeichnet sich durch ausgedehnte Waldgebiete aus, vorwiegend mit einheimischen Kiefern, Steineichen und Gall-Eichen, sowie durch Sträucher (Weißdorn, Wacholder, Seidelbast usw.). Auch aromatische Pflanzen (Rosmarin, Lavendel und Thymian) sind hier reichlich vorhanden.
Dieses Gebirge wird heute für Outdoor-Sportarten wie Wandern, Mountainbiken, Klettern, Bouldern und Paragliding genutzt. Es bietet außerdem Aussichtspunkte mit herrlichen Panoramablicken auf die umliegenden Berge.
Zur Fauna gehören große Greifvögel (Bonneli-Adler, Turmfalke), nachtaktive Greifvögel (Uhu, Steinkauz, Zwergohreule) und Bergziegen in den Felsgebieten.
Torres bietet interessante Aussichtspunkte mit spektakulären Panoramablicken auf die Umgebung:
- Erholungsgebiet Fuenmayor. Fuenmayor ist ein Camping- und Picknickplatz inmitten eines großen Waldgebiets mit reichlich Wasser dank einer nahegelegenen Quelle. Das Erholungsgebiet erstreckt sich entlang des Baches Arroyo de los Fresnos in Fuenmayor und bietet einen Brunnen mit Wasserfällen und einen Teich sowie Mülleimer, Bänke und Picknicktische. Fuenmayor ist von uralten Pappeln umgeben, in denen man typische Wald- und Ufervögel wie das Wintergoldhähnchen, den Baumläufer und die Gebirgsstelze beobachten und hören kann. Es liegt südlich der Stadt im Naturpark Sierra Mágina, direkt am Fuße des Gipfels Almadén, etwa 7 km von Torres entfernt. Das Erholungsgebiet ist über eine asphaltierte Straße erreichbar, die direkt von der Stadt nach Fuenmayor führt. Der Berg Aznaitín ist ein wahres Wahrzeichen des Naturparks und mit 1.720 m Höhe einer der bedeutendsten Berge des Parks. Die Panoramablicke sind atemberaubend. Auf diesem Berg befindet sich die Morrón-Höhle, in der primitive Überreste von Höhlenmalereien erhalten sind. Sie liegt nördlich der Stadt, direkt an der Grenze zur Gemeinde Jimena. Monteagudo. Auf 1.683 m Höhe bietet er einen außergewöhnlichen natürlichen Aussichtspunkt mit wunderschönen und beeindruckenden Panoramablicken auf den Naturpark. Er liegt südöstlich der Stadt, an der Grenze zur Gemeinde Albanchez de Mágina.
- Campingplatz Hondacabras: Die Landschaft rund um diese Anlage, die an einem Rastplatz für Viehtriebe liegt, ist typisch für Olivenhaine und ideal zum Wandern. Die Anlage bietet Platz für etwa hundert Personen und umfasst Zeltplätze, einen überdachten Essbereich, eine Küche, Toiletten und Duschen.
Die Zufahrt erfolgt über die Straße JA-3107, die von Torres nach Albanchez de Mágina führt. Nach etwa zwei Kilometern zweigt mitten in einer Kurve rechts ein Weg ab, der nach einem Kilometer Länge direkt zum Campingplatz Hondacabras im Naturpark Sierra Mágina führt.
- Festlichkeiten zu Ehren des Schutzpatrons Jesus Christus finden vom 20. bis 24. September statt. An diesen fünf Tagen gibt es ein abwechslungsreiches Festprogramm für Jung und Alt. Geboten werden Shows und Kinderspiele, Konzerte, Tanzveranstaltungen unter freiem Himmel, Sport- und Kulturveranstaltungen, ein Stierkampf und traditionelle Spiele. In dieser Zeit herrscht in den Straßen und auf den Plätzen von Torres ausgelassene Stimmung. ...
- Fest der Tagelöhner. Am Wochenende um den 20. Mai wird das Fest der Tagelöhner gefeiert, ein religiöses Fest, bei dem der gekreuzigte Christus verehrt wird. Am Sonntagmorgen findet eine Messe zu Ehren Christi statt, in der die Kinder von Torres ihre Erstkommunion empfangen. Am Nachmittag wird die Christusstatue der Tagelöhner, geschmückt mit Weizenähren und Schwarzbrot, in einer Prozession durch die Kirche getragen. Nach der Rückkehr werden die Gaben an die Anwesenden verteilt. Neben den religiösen Zeremonien werden auch verschiedene Freizeitaktivitäten wie Umzüge und Tänze unter freiem Himmel organisiert. Das Besondere an diesem Fest ist, dass es die Tradition fortführt, Spenden von Haus zu Haus zu sammeln, um die Kosten zu decken. Die Organisation liegt in den Händen der „Brüder des Herrn“, in der Regel vier Paare, die sich jährlich abwechseln.
- Imagine Funk Festival. Zwei Tage lang im Juli können Sie die besten Funkbands der nationalen und internationalen Szene erleben. Ein absolutes Muss für alle, die den Ruf des Funk verspüren und die großartige Atmosphäre des Festivals und seiner Umgebung genießen möchten.
Die Sierra Mágina blickt auf eine lange Tradition der Schweineschlachtung zurück. Daher stammen einige ihrer Gerichte aus diesem Prozess, wie zum Beispiel Lomo de Orza (luftgetrockneter Schweinelendenbraten), Chorizo, Zwiebelblutwurst, Rinderblutwurst oder „Betún“ (die Bezeichnung für Blutwurstpaste), die nach dem Kochen heiß mit frischem Brot serviert wird.
- Migas mit Schweinebauch und Chorizo: Zubereitet mit Brot, Knoblauch, Olivenöl, Chorizo und Schweinebauch.
- Papas con ajillo: Sie benötigen Kartoffeln, Brot, Knoblauch, getrocknete rote Paprika, Kreuzkümmel und Olivenöl.
- Mojili torreño: Es handelt sich um ein einfaches Gazpacho, das nur aus Tomaten, Knoblauch, Olivenöl, Essig, Brot, Wasser und Salz zubereitet wird.
- Marokko: Ein traditionelles Gericht aus Torreño, bei dem übrig gebliebene Kichererbsen aus einem Eintopf mit Tomaten, Kartoffeln, Öl und Brühe verfeinert werden.
Gebäck und Liköre
Es bietet eine große Auswahl an Gebäck wie Ajuelas (aus Milch- und Mehlteig), Papaviejos (Krapfen), Hornazos (süßes Gebäck), Blanquete (ringförmiges Gebäck), Alfajores (mit Dulce de Leche gefüllte Kekse)... An Likören gibt es Kirschen in Brandy, Walnussweine, Risol (eine Likörart) und exquisite Punschspezialitäten.
In der Gemeinde Torres befindet sich eines der ältesten Zeugnisse menschlicher Besiedlung in der Provinz Jaén: die Höhlenmalereien von El Morrón aus der Altsteinzeit.
Die Stadt Torres entstand vermutlich im 8. oder 9. Jahrhundert auf einem der Gehöfte, die laut arabischen Quellen die Region Sumuntan (Sierra Mágina) besiedelten und am Ufer des Flusses Torres lagen.
Aufgrund ihrer Lage an der Grenze zwischen muslimischem und kastilischem Gebiet war ihre Geschichte im Mittelalter recht unbeständig; sie wurde mehrmals von der einen Seite erobert und von der anderen zurückerobert. 1231 wurde sie von Ferdinand III. erobert und dem Bezirk Baeza angegliedert, wo sie bis zu ihrer Schenkung an den Calatrava-Orden verblieb. Der Orden begann mit umfangreichen Befestigungsarbeiten, errichtete eine neue Festung und baute eine Stadtmauer. Von beiden Bauwerken ist bis auf die Überreste im Uhrturm praktisch nichts mehr erhalten. Im 15. Jahrhundert war Torres ein Schlachtfeld zwischen den Großmeistern dieses Ordens und den Anhängern Heinrichs IV. Mit fortschreitender Eroberung rückte Torres immer weiter von der Grenze weg, und die Bevölkerung wuchs. Man nimmt an, dass diese neuen Siedler aus Cuenca, Valencia und Katalonien stammten. Für sie war das Leben unter der Herrschaft der Ordenskommandanten alles andere als einfach, bis 1486 die Kapitulation von Arjonilla unterzeichnet wurde, welche ihre gegenseitigen Rechte und Pflichten einschränkte. Im 16. Jahrhundert verkaufte Karl I. angesichts seiner finanziellen Notlage die Gebiete des Ordens, darunter auch Torres, an seinen Sekretär Francisco de los Cobos. Dort gab er den Bau seines Palastes und der Brücke in Auftrag, die heute als La Puente (Die Brücke) bekannt ist.
Pegalajar
Eine Gemeinde im westlichen Teil der Sierra Mágina, deren Gemeindegebiet sich im Nordosten bis in den Naturpark Sierra Mágina erstreckt. Dieser Park, Teil der Subbétischen Sierra, bietet wunderschöne und spektakuläre Landschaften. Der Ort liegt am Fuß der Serrezuela-Bergkette auf 798 m ü. d. M., wo die Quelle Fuente de la Reja entspringt und La Charca und La Huerta mit Wasser versorgt – einzigartige Merkmale der Landschaft von Pegalajar.
Die Gemeinde Pegalajar umfasst eine Fläche von 80 km² und liegt im Tal des Flusses Guadalbullón, etwa 18,8 km von der Stadt Jaén entfernt. Der Weiler La Cerradura gehört zur Gemeinde. Die Olivenhaine, die heute fast eine Monokultur bilden, bedecken die abfallenden Hänge der zahlreichen Gipfel, die die Geomorphologie von Pegalajar prägen. Sie konzentrieren sich im Süden und Osten und bedecken etwa die Hälfte des Gemeindegebiets. Die Wirtschaft basiert auf den Olivenhainen und der Olivenölindustrie. In der Gemeinde Pegalajar gibt es 26 Objekte, die zum andalusischen Kulturerbe gehören, sechs davon sind zusätzlich als Kulturgüter von besonderem Interesse eingetragen. Dazu zählen: die Kirche Santa Cruz, der Torre de la Cabeza, der Arco de la Encarnación, die Burg Las Peñuelas, ein mittelalterlicher Vorort, das Rathaus, die Einsiedelei Virgen de las Nieves, La Fuente de la Reja, der Teich und der Obstgarten, die Mühlen, der Stierkampfplatz, die Höhlen von Serrezuela…
Touristengebiet: Sierra Mágina
Entfernung zur Hauptstadt (km): 21
Höhe über dem Meeresspiegel (m): 818
Fläche (km²): 79
Bevölkerung: 3145
Demonym: Pegalajeños
Postleitzahl: 23110
- Rathaus von Pegalajar: Sein Bau steht im Zusammenhang mit der Wiederbesiedlung des südlichen Teils von Jaén unter der Herrschaft Karls V. Es hat seine Fassade aus dem 18. Jahrhundert bewahrt. Es wurde vollständig neu errichtet, und nur das zweistöckige Portal aus dem 17. Jahrhundert ist vom ursprünglichen Entwurf erhalten geblieben.
- Kirche des Heiligen Kreuzes: Erbaut im 16. Jahrhundert im Renaissancestil innerhalb des Schlossgeländes. Die beiden Portale mit ihrer schlichten Verzierung sind im manieristischen Stil gehalten. Im Inneren sticht der barocke Altaraufsatz hervor, von dem nur noch der obere Teil erhalten ist. Der Glockenturm war einst der Bergfried. 1985 wurde die Burg zum Kulturgut erklärt. Castle Peñuelas: In christlichen Chroniken wird sie als muslimische Festung erwähnt. Die erhaltenen Ruinen offenbaren zwei unterschiedliche Befestigungsanlagen. Eine ältere Anlage mit einem inneren ummauerten Bereich und zwei Eingangstoren. Eines war von zwei Rundtürmen, das andere von zwei quadratischen Türmen geschützt. Sie besaß einen weiteren, höheren Turm, der heute als Glockenturm der Kirche dient. Der zweite, äußere Bereich ist jünger, stärker beschädigt und diente als Erweiterung der ursprünglichen Befestigungsanlage. Eines ihrer Tore, das sich in gutem Zustand befindet, ist als Inkarnationsbogen bekannt. Die Burg wurde zum Kulturgut erklärt. Torre de la Cabeza: Errichtet zwischen 1462 und 1470, vermutlich auf den Ruinen eines Vorgängerbaus. Er gehört zu einer Gruppe von Türmen, die einst die Provinz durchzogen, wie beispielsweise der Wachturm Pedregosa in Serrezuela de Pegalajar. Zum Kulturgut erklärt
- Inkarnationsbogen:Dies ist das Haupttor zum ummauerten Gelände und zur alten Burg von Pegalajar. Es bildet einen Spitzbogen, über dem sich eine Gedenktafel in gotischer Schrift und zwei Wappen befinden. Das linke Wappen gehört einer Familie, die mit dem Calatrava-Orden verbunden ist, das rechte der Stadt Jaén. Über allem steht das Wappen Ferdinands III., des Heiligen. Es ist gut erhalten. Im 19. Jahrhundert wurde auf dem Wall die Kapelle der Menschwerdung errichtet. Sie wurde 1985 zum historischen Denkmal erklärt.
Der Obstgarten von Pegalajar und der dazugehörige Teich (Charca) sind ein Ort von kulturellem Interesse, da sie ein beispielhaftes Zusammenspiel von Mensch und Natur darstellen.
Die Serrezuela de Pegalajar ist ein mediterranes Gebirge mit einem großen Bestand an wiederaufgeforsteten Aleppo-Kiefern, natürlich nachwachsenden Steineichen und anderen Sträuchern (Weißdorn, Wacholder, Seidelbast usw.). Auch aromatische Pflanzen (Rosmarin, Lavendel und Thymian) sind hier sehr häufig anzutreffen. Zur Fauna gehören große Greifvögel (Bonneli-Adler, Turmfalke), nachtaktive Greifvögel (Uhu, Steinkauz und Zwergohreule) sowie Steinböcke in den Felsgebieten.
Dieses Gebirge wird heute für Outdoor-Sportarten wie Wandern, Mountainbiken, Klettern, Bouldern und Paragliding genutzt. Es bietet zwei Aussichtspunkte mit herrlichem Panoramablick auf die umliegenden Berge sowie ein Erholungsgebiet namens „Siete Pilillas“ (Sieben Bunker).
Pegalajar verfügt über zahlreiche Naturdenkmäler von bedeutendem ökologischen und kulturellen Interesse. Besonders hervorzuheben sind:
La Charca (Der Teich). Dieser Stausee sammelt seit dem Mittelalter das Wasser der Fuente de la Reja (Quelle der Reja). Ursprünglich handelte es sich um einen einfachen Damm mit einer steinernen Stützmauer und Schleusentoren, die den Wasserfluss durch ein kilometerlanges Netz von Bewässerungsgräben regulierten. Diese Gräben bewässerten die Terrassenfelder und Olivenhaine südlich des Stadtzentrums. Die Quelle reichte nie aus, um das gesamte zum Fluss Guadalbullón abfallende Land zu düngen. Zudem führt die Quelle in Dürreperioden deutlich weniger Wasser.
Fuente de la Reja (Quelle der Reja). Dies ist der natürliche Ausfluss des unterirdischen Grundwasserleiters und Ursprung des Bewässerungssystems für die landwirtschaftlichen Flächen von Pegalajar. Der Legende nach entdeckte eine Wäscherin an diesem Ort ein Bild der Jungfrau Maria, und ihr zu Ehren wurde über der Quelle selbst eine Einsiedelei errichtet.
Erholungsgebiet „Siete Pilillas“. Dieses Gebiet liegt 2 km von Pegalajar entfernt und ist nach einer gleichnamigen Quelle in der Nähe benannt. Es bietet Picknickplätze und Aussichtspunkte mit außergewöhnlichen Panoramablicken auf die Region Campiña, die Sierra de Cazorla, die Stadt Jaén und die umliegende Gemeinde. Das Gleitschirmzentrum Siete Pilillas befindet sich ebenfalls hier.
Weitere sehenswerte Orte sind das Guadalbullón-Tal (La Cerradura) und das Bercho-Tal.
- Karneval: Diese Tradition ist in Pegalajar so tief verwurzelt, dass das Maskenfest auch nach dem Spanischen Bürgerkrieg weiter gefeiert wurde.
- Fest Unserer Lieben Frau von der Gnade: Am ersten Sonntag im Mai pilgern die Teilnehmer zur Einsiedelei der Jungfrau Maria in der Nähe der Quelle Fuente de la Reja. Ihr zu Ehren wird eine Messe gefeiert, gefolgt von einer Prozession durch die Straßen der Stadt.
- Heiliger Gregor von Nazianz: Die Verehrung dieses Heiligen geht auf das Jahr 1670 zurück, als die Stadt beschloss, jährlich ein Fest mit Prozession zu veranstalten, um die Landschaft vor Seuchen zu schützen.
- Unsere Liebe Frau vom Schnee: Vom 4. bis 8. August finden die Feierlichkeiten zu Ehren der Schutzpatronin Unserer Lieben Frau vom Schnee mit zahlreichen Aktivitäten für alle Altersgruppen statt. Besonders hervorzuheben ist das Flamenco-Festival, das namhafte Persönlichkeiten aus ganz Spanien anzieht. Ebenfalls beliebt sind die Stierkämpfe und Novilladas (Stierkämpfe mit jungen Stieren), die in der 1919 eingeweihten Stierkampfarena stattfinden.
- Flamenco-Festival: Das Flamenco-Festival von Pegalajar verdient besondere Erwähnung. Es findet seit 1969 jährlich statt und ehrt jedes Jahr bedeutende Persönlichkeiten der Flamenco-Welt.
In Pegalajar erwartet Sie eine vielfältige Küche, die sich vorwiegend auf regionale Produkte stützt. Zu den traditionellsten Gerichten zählen: Pipirrana: ein Salat mit Tomaten, Knoblauchpaste, hartgekochtem Ei, Salz und Olivenöl. Cachorreñas: eine Suppe mit Knoblauch, Brot, roter Paprika und Chorizo. Cazolilla: ein Gericht aus einer traditionellen Konfitüre namens „Torta de Tomate“, die aus sonnengetrockneten Tomaten besteht, die zu einem großen Fladenbrot geformt werden. Dazu wird eine Sauce zubereitet und ein Sofrito aus Zwiebeln und Kabeljau hinzugefügt. Arroz de Bercho: ein Reisgericht mit Kartoffeln und Gemüse aus dem Garten oder mit „Pitilos“ (einer Wurstsorte). Gebäck: Papajotes: frittiertes Gebäck aus Mehl, Milch, Zucker und Ei. Gusanillos und Roscos (frittierte Krapfen), Zuckerstreusel, Mandel-Roscos und Mantecados (Mürbeteigkekse)... Hausgemachte Liköre aus Schlehen, Brombeeren, Mistela (einem süßen Likörwein) und Wein aus der Region.
Die ersten dokumentierten Erwähnungen stammen aus der Bronzezeit. In der Cueva de los Majuelos, die in den 1970er Jahren entdeckt wurde, fand sich eine Kollektivgrabstätte mit menschlichen Überresten und Werkzeugen aus Knochen und Feuerstein, poliertem Stein und Keramikfragmenten.
Eine weitere prähistorische Stätte ist der Hügel Torre de la Cabeza, wo Überreste aus der Kupferzeit, Bronzezeit, der iberischen, römischen und mittelalterlichen Zeit gefunden wurden.
Im gesamten Gemeindegebiet wurden Stätten aus römischer Zeit entdeckt, die kleinen Nekropolen und Villen entsprechen und auf eine verstreute Siedlung mit einer auf Landwirtschaft und Viehzucht basierenden Wirtschaft hinweisen. Eine dieser Nekropolen ist die von Puerto Alto, wo auch Terra-Sigillata-Keramik, Fragmente römischer Dachziegel und ein behauener Steinaltar gefunden wurden. Weitere Fundorte wurden entdeckt, darunter La Canteruela, Los Charcones und sogar die Nähe des Torre de la Cabeza, wo römische Töpferwaren von der Töpferscheibe gefunden wurden. Die vier 1975 in La Cerradura entdeckten Meilensteine belegen die Existenz einer wichtigen Römerstraße, die durch dieses Gebiet führte. Die Unsicherheit der Region im Mittelalter spiegelt sich im Verschwinden der über das Gebiet verstreuten römischen Bauernhäuser und der Besetzung der natürlichen Festung Peña de los Buitres wider, wo eine noch heute erhaltene Zisterne errichtet wurde. Die Ursprünge der Stadt reichen bis in die Al-Andalus-Zeit zurück. Ihr Leben dreht sich um die Fuente de la Teja (Fliesenbrunnen), die Wasserquelle von La Charca (Der Teich). Mit dem Frieden und dem Aufstieg des Kalifats zwischen dem 10. und 11. Jahrhundert wurde das Netz aus Bewässerungsgräben und Terrassen, das den Obstgarten von Pegalajar bildet, vermutlich erweitert. Die christliche Eroberung erfolgte zeitgleich mit der Eroberung von Jaén durch Ferdinand III., der auch die Burg von Pegalajar einnahm. Die ursprüngliche muslimische Anlage wurde nach der Eroberung erweitert, indem eine zweite Anlage errichtet und die erste mit runden, feuerbeständigeren Türmen verstärkt wurde. Seit ihrer Eroberung im Jahr 1246 war Pegalajar ein Dorf, das zu Jaén gehörte und Teil seines Bezirks (Alfoz) war. Die Nähe zum muslimischen Königreich Granada machte die Stadt bis zum Ende der Reconquista 1492 zu einem wichtigen Verteidigungspunkt. Zu dieser Zeit verlor die Burg zwar ihre strategische Bedeutung, nicht aber ihre wirtschaftliche, denn am Fuße der Festung erstreckte sich eine fruchtbare Ebene mit Obstgärten und Olivenhainen, die von den Arabern geerbt worden war. Die Bevölkerung von Pegalajar nach der Reconquista stammte ursprünglich aus der Stadt Jaén, der sie administrativ unterstand. Sie setzte sich aus Männern zusammen, die im 13. Jahrhundert aus verschiedenen kastilischen Regionen eingewandert waren. 1559 verlieh König Philipp II. Pegalajar ein königliches Privileg, das die Stadt von Jaén befreite und ihr den Status einer Stadt einbrachte. Im Gegenzug zahlte Pegalajar eine beträchtliche Summe an Maravedís, die im Dienste der Krone standen. Die Gemeinde erlebte daraufhin eine Phase wirtschaftlichen und demografischen Aufschwungs.
Nach der Krise des 17. Jahrhunderts, die im 18. Jahrhundert durch Seuchen und Hungersnöte noch verschärft wurde, setzte ein langsames Bevölkerungswachstum ein. Dies führte zur Ausweitung der Anbauflächen und zur Diversifizierung der landwirtschaftlichen Produktion. Dieses Wachstum hielt bis Mitte des 20. Jahrhunderts an, als – wie im Rest der Provinz – eine bedeutende Abwanderung in die Städte auf der Suche nach einem besseren Leben stattfand.
Noalejo
Noalejo ist eine Gemeinde im äußersten Südwesten der Sierra Mágina, an der Grenze zur Provinz Granada, mit einer Fläche von 49 km².
Die Gemeinde Noalejo besteht aus den beiden Ortsteilen Noalejo und Hoya de Salobral.
Ihr langgestrecktes Gebiet, 30 km lang und maximal 3 km breit, bildet die Grenze zwischen den Provinzen Jaén und Granada. Die wichtigsten Verkehrswege zwischen den beiden Provinzen verlaufen durch Noalejo, allen voran die A-44 (Autobahn Sierra Nevada-Costa Tropical). Noalejo ist bekannt für seine Dehesa-Weiden und Steineichenwälder, die teilweise sehr gut erhalten sind. Die Wirtschaft der Gemeinde konzentriert sich auf den Olivenanbau und die Olivenverarbeitung. In Navalcán und entlang des Alminares-Flusstals werden auch Mandelbäume und Gemüsegärten angebaut. Die in dieser Gemeinde hergestellten Schweinswürste genießen einen hervorragenden Ruf. Das architektonische Prunkstück der Stadt ist die Kirche Mariä Himmelfahrt, erbaut zwischen 1570 und 1575. Sie besitzt einen Mudéjar-Grundriss und ein einziges Kirchenschiff.
Plaza España, 1, 23140 Noalejo
Touristengebiet: Jaén und Sierra Mágina
Entfernung zur Hauptstadt (km): 47
Höhe über dem Meeresspiegel (m): 1100
Fläche (km²): 50
Bevölkerung: 2294
Demonym: Noalejeño
Postleitzahl: 23140
Details zum künstlerischen Erbe:
- Kirche Mariä Himmelfahrt. Sie ist einschiffig, rechteckig und im Mudéjar-Stil erbaut. Die Stadtgründerin, Doña Mencía de Salcedo, gab sie in Auftrag. Im Inneren befindet sich ein Gemälde der Schutzpatronin von Noalejo, der Jungfrau von Bethlehem, sowie eine Kopie des Turiner Grabtuchs aus dem 16. Jahrhundert. Beide gehörten Doña Mencía de Salcedo. Außerdem beherbergt die Kirche eine Originaldarstellung der Unbefleckten Empfängnis, eine der wenigen, die den Spanischen Bürgerkrieg überstanden haben. Später wurde ein quadratischer Turm mit vier Abschnitten (ohne Glockenturm) hinzugefügt. Das Bauwerk wird von einem kleinen achteckigen Kapitell mit kleinen runden Fenstern gekrönt.
- Felsmalereien des Felsunterstands von Navalcán. Sie wurden 1985 zum Kulturgut erklärt. Ihre Chronologie datiert aus der Kupferzeit, Mitte des 3. Jahrtausends v. Chr. Sie gehören zur Felskunst des Mittelmeerraums und befinden sich in einem Felsunterstand oberhalb des Felsunterstands von Navalcán, wo Überreste einer menschlichen Siedlung gefunden wurden. Sie sind schematisch ausgeführt und zeigen drei Figurengruppen, die einen Tanz darzustellen scheinen.
- Einsiedelei der Jungfrau von Bethlehem. Die Kirche wurde 1910 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und seither mehrfach renoviert. Sie besteht aus einem rechteckigen Kirchenschiff mit einem kleinen Glockenturm an der Hauptfassade, in dem drei Glocken hängen. Die Seitenfassade ist aus Sichtmauerwerk gefertigt und mit kleinen Fenstern versehen, die das Innere des Kirchenschiffs erhellen. Das Rathaus stammt aus dem späten 16. Jahrhundert. Ursprünglich war es ein Kloster, das der Jungfrau Maria Himmelfahrt geweiht war, daher das kleine Bild über der Fassade. Im 18. Jahrhundert diente es erstmals als Rathaus. Das ursprüngliche Gebäude war dreistöckig und besaß einen Glockengiebel mit drei Jochen. Es verfügte über verschiedene Räume und einen zentralen Innenhof. Eine imposante, zwei Meter hohe Treppe führte in den zweiten Stock. Im dritten Stock befanden sich die Schulen.
Noalejo, mit einer Fläche von 49 km², ist ein langgestreckter Landstreifen von 30 km Länge und maximal 3 km Breite. Auf dieser Länge bildet er die Grenze zwischen den Provinzen Granada und Jaén. Das Gebiet ist praktisch vollständig naturbelassen, wobei die Regionen Navalcán, Nava Alta, Nava Baja, Sierra de la Granadina, Navalconejo und Sierra de Alta Coloma besonders hervorzuheben sind.
Eine Landschaft, in der die Gebirgsketten (Sierra del Trigo, 1681 m; Sierra de la Alta Coloma, 1606 m), die Hügel (Santa Merced, Cerro Prieto und Cerro de la Mesa in der Hoya de Salobral), die Anhöhen (die markanteste ist Loma de las Viñas) und die Wälder (wie die Kiefernwälder von Cerro Prieto und Navalcán sowie die Steineichenwälder) hervorstechen.
Das Gebiet um Noalejo ist durch den typischen mediterranen Wald geprägt, der sich durch seine xerophytische Vegetation auszeichnet, also durch Pflanzen, die an Trockenheit angepasst sind. Steineichen, Kermeseichen, Terpentinbäume, Seidelbast, Stechginster, Rosmarin und die Weiße Zistrose sind vorherrschend. In den Uferzonen finden sich Mischwälder aus Pappeln, Weiden, Ulmen, Brombeeren, Schlehen usw. Nicht zu vergessen ist die Bedeutung der Mykologie mit Arten wie dem Distelpilz, dem Schilfpilz und den Wildpilzen. Die Fauna umfasst die typischen Arten mediterraner und Bergwälder: Großwild (Wildschwein, Mufflon usw.), Kleinwild (Kaninchen, Rebhuhn, Drosseln usw.), insektenfressende Vögel der Olivenhaine und die typische Vogelwelt der Galeriewälder an den Flussufern sowie Amphibien und Reptilien. Am besten lernt man die Landschaft, Fauna und Flora dieser Region jedoch bei einem Besuch der vielen Orte kennen, die sie zu bieten hat. Besonders hervorzuheben sind:
- Navalcán liegt westlich der Stadt, am Fuße der Sierra Sur. Die Karstsenke bietet Schluchten, Höhlen, Flüsse sowie mediterrane Flora und Fauna. Das Tal wirkt wie eine kleine Oase inmitten einer zunehmend rauen Landschaft. Es ist ein Ort, von dem aus man Panoramablicke auf die Region genießen kann und der Ausgangspunkt für Wanderungen ist, die die Gegend erschließen. Navalta und Navalconejo sind bewaldete Täler, umgeben von Kiefern- und Steineichenwäldern. Im Frühling und Herbst sind sie beliebte Ziele für Pilzsammler. Die Gegend wird auch für die Viehzucht (Schafe und Ziegen) genutzt, mit mehreren Bauernhöfen, die sich dieser Tätigkeit widmen.
- Sierra del Trigo. Dies ist ein wichtiger Gebirgspass, von dem aus man eindruckende Panoramablicke auf die Sierra Sur, Sierra Mágina, Sierra de Arana und Sierra Nevada genießen kann. Verschiedene Phasen des Windparks befinden sich auf zwei seiner Gipfel, Los Nevazos und Cerro del Hoyo Cigarrones.
Unter den vielen Festen, die in Noalejo gefeiert werden, möchten wir Folgendes hervorheben:
- Antoniustag,17. Januar. Am Vorabend werden Freudenfeuer entzündet, um den Schutzpatron der Tiere zu ehren und ihn um den Schutz der Haustiere zu bitten. Dieser Brauch scheint im Laufe der Jahre immer seltener zu werden.
- Feierlichkeiten zu Ehren der Schutzpatronin, der Jungfrau von Bethlehem, finden vom 14. bis 19. August statt. Dies sind die Hauptfeierlichkeiten, auf die die Einwohner am sehnlichsten warten. Sie wurden vom Oktober auf den jetzigen Termin im August verlegt, damit auch diejenigen teilnehmen können, die außerhalb der Stadt wohnen. Am Samstag wird die Jungfrau Maria in einer Prozession, die um 22:00 Uhr beginnt, zur Einsiedelei getragen. Der Zug schlängelt sich durch die Straßen der Stadt und erreicht schließlich die Einsiedelei, wo ein Salve Regina gesungen wird. Die Prozession wird am Sonntag wiederholt und dauert etwa vier Stunden. Zu den zahlreichen geplanten Aktivitäten gehört auch das Stierrennen. Königlicher Jahrmarkt „Villa de Noalejo“ vom 5. bis 7. September. Im Rathaus haben die Händler der Stadt ihre Stände aufgebaut, um ihre Waren anzubieten. Zahlreiche Besucher kommen aus den umliegenden Dörfern.
- Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz. Das Fest findet am 7. Oktober statt. Die Feierlichkeiten beginnen um 7:00 Uhr mit dem Morgenrosenkranzgebet. Am Nachmittag, um 20:00 Uhr, findet die Prozession mit dem Bildnis der Jungfrau Maria statt, die sich durch die Straßen von Noalejo schlängelt. Die vielen Fackeln, die den Weg erleuchten, sind beeindruckend.
Die Gastronomie von Noalejo basiert hauptsächlich auf Produkten aus der Schweineschlachtung.
Aufgrund seiner Höhenlage (das Stadtzentrum liegt über 1000 m) ist dieser Ort ideal für die Wurstherstellung. Aus dieser Tradition der Schweineschlachtung ist das Gericht „Olla de San Antonio“ entstanden. Die Zutaten sind: eingeweichte weiße Bohnen und getrocknete Saubohnen, denen verschiedene Schweinefleischprodukte hinzugefügt werden: Wirbelsäule, gesalzene Rippen, Schinkenknochen, Schweineohr und -schwanz. Alles wird zusammen mit einer Knoblauchknolle, einer Zwiebel und einer Paprika gut gekocht.
Ein weiteres typisches Gericht ist „Cachorreñas noalejeñas“, eine Suppe, die Hirten in den Bergen früher zum Abendessen zubereiteten. Es handelt sich um eine heiße Suppe aus Wasser, Essig, Olivenöl, gehacktem Knoblauch, Salz und gemahlenem Paprikapulver. Nach dem Kochen werden geröstete Brotscheiben hinzugefügt.
Außerdem werden folgende Gerichte angeboten: Süßkartoffeltarte, marinierte grüne Oliven, gefüllte Eier, Ropa Vieja (Rindfleischeintopf) und Migas de Pastor (Hirtenbrot).
Zu den Gebäckspezialitäten gehören: Nochebuenos (Weihnachtsgebäck), süßer Brei und Buñuelos de Viento (Krapfen).
Die ältesten Zeugnisse menschlicher Anwesenheit in der Gegend von Noalejo sind die Felsmalereien des Felsunterstands von Navalcán, die zwischen dem späten Neolithikum und der Bronzezeit entstanden sein müssen.
Die Gründung von Noalejo als Herrschaftsstadt datiert auf den Beginn des 16. Jahrhunderts. Ihre Geschichte lässt sich in vier Phasen unterteilen:
- Von 1492 bis 1500. Da Granada und Jaén keine Provinzgrenzen festlegen konnten, wurden die sogenannten „Entredichos“ (Interdikte) erlassen. Dies bestand darin, Landstriche keiner bestimmten Ortschaft zuzuordnen, sodass sie von den Bewohnern beider Gebiete genutzt werden konnten. Der von Noalejo besetzte Landstreifen wurde zu einem „Entredicho“ zwischen Granada und Jaén. Er entwickelte sich bald zu einem Konfliktherd. Von 1530 bis 1554 erwarb Doña Mencía Salcedo das „Entredicho“ des Gebiets von Noalejo und begann, das Land zu roden, um es in Ackerland umzuwandeln. Diese Maßnahme stieß auf Widerstand bei den Bewohnern, da ihnen nun Weideflächen für ihr Vieh fehlten.
- Zwischen 1554 und 1599 erwarb Doña Mencía Salcedo von der Krone die zivil- und strafrechtliche Gerichtsbarkeit über die unter Interdikt stehenden Gebiete.
- Ab 1560 folgte eine schwierige Phase der Anpassung an die neue Situation, in der sowohl Mencía Salcedo als auch ihre Nachfolgerinnen und Nachfolger mit ständigen Rechtsstreitigkeiten konfrontiert waren, bis ihre Privilegien bestätigt wurden. Zwischen 1554 und 1599 erwarb Doña Mencía Salcedo von der Krone die zivil- und strafrechtliche Gerichtsbarkeit über die Gebiete, die unter Interdikt standen.
Noalejo wurde von Doña Mencía Salcedo gegründet, der bedeutendsten Persönlichkeit in der Geschichte der Stadt, die von den Einheimischen mit einer gewissen Legendenhaftigkeit umgeben ist. (Mencía Salcedo war eine Beamtin im Dienst des königlichen Hofes von Karl V. und seinem Sohn Philipp II.)
1568 wurde die Stadt durch päpstliche Bulle der Abtei Alcalá la Real abgetreten, und nach der Auflösung der Abtei im Jahr 1851 wurde sie endgültig in das Bistum Jaén eingegliedert. Noalejo wurde 1568 durch päpstliche Bulle an die Abtei Alcalá la Real abgetreten. Nach deren Auflösung im Jahr 1851 wurde sie endgültig in das Bistum Jaén integriert. Noalejo wurde 1568 durch päpstliche Bulle an die Abtei Alcalá la Real abgetreten.
Ende des 20. Jahrhunderts war der Rückgang der Rentabilität landwirtschaftlicher Flächen einer der Gründe, die die Abwanderung in Städte, Industriezentren und Touristenziele begünstigten und so die Bevölkerungszahl erheblich reduzierten.
Mancha Real
Die Stadt Mancha Real liegt östlich der Hauptstadt, in den Ausläufern der Sierra Mágina, genauer gesagt am Fuße des Gipfels Peña del Águila. Sie ist nur 19 km entfernt. der Stadt Jaén.
Ihr Gemeindegebiet, ein langer Landstreifen, ist eine der am stärksten industrialisierten Gemeinden der Provinz und erstreckt sich von den Ausläufern der Sierra Mágina im Süden bis zum Fluss Guadalquivir im Norden.
Südlich des Gemeindegebiets erstrecken sich die Waldgebiete bis hinunter zum Fluss Guadalquivir und gehen dort in Olivenhaine über.
Auch die Stadt Sotogordo gehört zu Mancha Real.
Neben einer langen Tradition im Olivenanbau war sie eines der wichtigsten Industriezentren der Provinz, insbesondere in der Holz- und Computerbranche, wo Computer und andere Produkte hergestellt wurden. Die Region ist geprägt von der Herstellung von landwirtschaftlichen Geräten und Maschinen. ...
Touristengebiet: Sierra Mágina
Entfernung zur Hauptstadt (km): 19
Höhe über dem Meeresspiegel (m): 770
Fläche (km²): 97
Bevölkerung: 11.264
Demonym: Manchegos oder Mancharealeños
Postleitzahl: 23100
- Die Pfarrkirche San Juan Evangelista ist das bedeutendste Bauwerk der Stadt. Sie wurde 1983 zum Kulturgut erklärt und in mehreren Bauphasen zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert errichtet. Ihr Entwurf und Bau sind mit den Namen der renommiertesten Architekten verbunden, darunter Andrés de Vandelvira, der Baumeister der Kathedrale von Jaén. Die Kirche verfügt über drei Schiffe mit einer flachen Apsis, Säulen und einer Sakristei. Die Seitenschiffe sind mit Kreuzgewölben, das Mittelschiff mit einem Halbkugelgewölbe versehen. Besonders hervorzuheben ist das Hauptportal mit seiner außergewöhnlichen Handwerkskunst und der wunderschönen manieristischen Komposition. Es ist aus Stein gehauen und wie ein Altarbild gestaltet. Seine markantesten Elemente sind der halbrunde Bogen am Eingang, die ihn flankierenden Doppelsäulen in Entasis, die ornamentalen Motive wie Rauten und die Bauelemente wie Pilaster und gebrochene Halbkreisgiebel. Der Turm hat einen quadratischen Sockel und einen schmucklosen ersten Abschnitt, der von kräftigen Strebepfeilern getragen wird. Der zweite Abschnitt weist Balkone mit Halbkreisbögen auf Kämpfern, kassettierte Pilaster und Dreiecksgiebel mit einem Wappen im Tympanon auf. Der Glockenturm besitzt an den vier Ecken Vasen, auf denen sich der achteckige Aufbau erhebt, der wiederum eine pyramidenförmige Spitze trägt. Das Kloster der Unbeschuhten Karmeliten von Mancha Real. Von diesem Kloster, das 1586 von Johannes vom Kreuz gegründet wurde, ist nur noch ein kleiner Teil der Fassade erhalten: ein durch Pilaster in drei Abschnitte gegliederter Bereich, wobei die Seitenabschnitte schlicht sind und der Mittelabschnitt den Eingang enthält. Es besteht aus einem halbrunden Bogen auf Kämpfern mit einem markanten Schlussstein und auf dem Sockel ruhenden Gesimsen. Die Achse der Pilaster wird von pyramidenförmigen Fialen bekrönt.
- Risquillo-Turm. Dies sind die Überreste eines spätmittelalterlichen Turms (des Bergfrieds der alten Burg), vermutlich aus dem 13. Jahrhundert, der noch eine Höhe von 4 m aufweist und sich auf einem kleinen Hügel wenige Meter vom Bauernhaus Risquillo entfernt befindet.
- Burg Ríez. Sie ist in das Landgut Ríez integriert und eine sehr alte Festung in der Landschaft von Auringi. Sie stand an der Römerstraße von Guadix nach Cástulo. Die Festung wurde von den nordenglischen Barbaren zerstört, die nur die Fundamente zurückließen. Zur Zeit Ferdinands III., des Heiligen, wurde sie von den Arabern wieder aufgebaut, die sie später plünderten und niederbrannten. Sie schützte die Straße, die Baeza mit Jaén verband. Am Fuße der Überreste der Befestigungsanlage befinden sich verschiedene archäologische Fundstücke, darunter ein Mühlstein und ein Katapultgeschoss. Sie wurde zum Kulturgut erklärt. Schloss Ríez ist als Kulturstätte von besonderem Interesse anerkannt.
Die Gemeinde Mancha Real umfasst 98,78 km² und liegt 757 m über dem Meeresspiegel. Sie ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt und liegt an der Grenze zwischen der Sierra Mágina und der Region Campiña Sur in Jaén. Hier dominieren sanfte Hügel, die mit Nutzpflanzen, vorwiegend Olivenhainen, bewachsen sind.
Die höchsten Erhebungen befinden sich im Süden der Gemeinde, am Fuße der Sierra Mágina. El Morrón (1540 m) und El Mojón Blanco (1495 m) sind die höchsten Punkte der Gemeinde. Innerhalb von Mancha Real lassen sich vier Ökosysteme unterscheiden: Wälder, landwirtschaftliche Nutzflächen, Flüsse und Feuchtgebiete sowie veränderte Ökosysteme. Das Waldökosystem befindet sich im südlichen Teil der Gemeinde, wo Kiefern, Steineichen, Eichen und Gall-Eichen vorherrschen. Im Agrarökosystem ist der Olivenbaum die dominierende Art, neben anderen krautigen Pflanzen und Getreidearten. Die Feuchtgebiete in der Nähe der Flussbecken in Mancha Real sind klein und liegen im Norden, nahe dem Guadalquivir. Veränderte Ökosysteme umfassen Gebiete, in denen die einheimische Vegetation entfernt wurde, um sie für Olivenhaine oder Erholungsgebiete zu nutzen. Die Fauna des Gebiets umfasst Kleinwildarten wie Hasen, Ringeltauben, Kaninchen, Rebhühner und Dachse. Vogelwelt des Olivenhains: Kohlmeisen, Wiedehopfe, Grasmücken, Eulen, Turmfalken, Falken…; und Reptilien: Eidechsen, Stumpfnasenottern, Geckos und Schlangen…
Peña del Águila, ein Gebiet von ökologischer Bedeutung:
Obwohl die Bergkette Peña del Águila außerhalb der Grenzen des Naturparks liegt, kann sie als Tor zum Naturpark Sierra Mágina betrachtet werden.
Dank der kürzlich ausgebauten Zufahrtsstraßen und Wege bietet sie die Möglichkeit einer Rundwanderung, die fantastische Panoramablicke auf viele Orte der Provinz ermöglicht und gleichzeitig die für dieses Gebiet typische Vegetation erlebbar macht.
Auf dem Aufstieg besteigen wir den El Morrón und den El Mojón Blanco, von wo aus wir den El Almadén und den El Aznaitín, markante Gipfel der Sierra Mágina, sehen können. Ein Besuch des Erholungsgebiets ist empfehlenswert, da man von dort aus einen spektakulären Blick auf die Gemeinde Mancha Real genießt.
Der Festzyklus von Mancha Real ist umfangreich und einzigartig. Zu den Höhepunkten zählen die folgenden Feierlichkeiten:
- Tag des Heiligen Josef, 19. März. Die Bedeutung der Holzindustrie zeigt sich in der Feier des Tages des Heiligen Josef, des Schutzpatrons der Zimmerleute, mit der Errichtung einer monumentalen Falla im levantinischen Stil. Dieses Fest gilt als regionale touristische Attraktion.
- Karwoche. Während der Karwoche ziehen die vier Bruderschaften der Stadt in einer Prozession durch die Straßen von Mancha Real und gedenken der Passion Jesu.
- Heiliger Markus, 25. April. Schutzpatron von Mancha Real.
Die Moniduras werden am 2. und 3. Sonntag im September gefeiert. Diese Festlichkeiten haben eine lange Tradition und beinhalten eine Prozession. Am Vorabend versammeln sich die Menschen auf dem Marktplatz und ziehen singend durch die Stadt, um alle zur Teilnahme an den Feierlichkeiten am folgenden Tag einzuladen. Heiliger Markus, 25. April. Schutzpatron von Mancha Real.
Die Moniduras werden am 2. und 3. Sonntag im September gefeiert. Diese Festlichkeiten haben eine alte Tradition und beinhalten eine Prozession. Am Vorabend versammeln sich die Menschen auf dem Marktplatz und ziehen singend durch die Stadt, um alle zur Teilnahme an den Feierlichkeiten am folgenden Tag einzuladen. Heiliger Markus
- Pilgerfahrt und Jahrmarkt zu Ehren Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz. Die Pilgerfahrt, die kein festes Datum hat, wird an einem Wochenende gefeiert. Die Einwohner wandern zur Einsiedelei und zelten das ganze Wochenende in der Umgebung des Marienheiligtums, um sie zu begleiten. Am Samstag wird im Heiligtum die Messe gefeiert, an der alle Pilger teilnehmen. Am Sonntag wird das Bildnis vom Heiligtum zur Stadtkirche getragen. Nach der Pilgerfahrt findet in den folgenden Tagen, um den 7. Oktober, dem Gedenktag Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz, der Jahrmarkt statt. An diesen Tagen wird es weder den traditionellen Morgenwecker noch ein vielfältiges Unterhaltungsprogramm für alle Altersgruppen geben. Die Unbefleckte Empfängnis Mariä wird am 8. Dezember gefeiert. Sie ist die Schutzpatronin von Mancha Real.
Die Wurstherstellung prägt die Gemeinde, in der seit Generationen Naturprodukte in Öl eingelegt werden. Eine der beliebtesten Wurstsorten ist Morcilla (Blutwurst). Die Grundzutaten sind: Schmalz, Zwiebeln und Schweineblut; die wichtigsten Gewürze sind: Paprikapulver, Zimt, Muskatnuss, Nelken, Kümmel, Salz, Oregano und optional Thymian. Die typischen Gerichte entsprechen denen der Sierra Mágina und basieren alle auf Olivenöl: ... Ein Sofrito aus Tomaten, Knoblauch, Zwiebeln, grüner Paprika, etwas Chili und Kaninchen-, Hasen- oder Rebhuhnfleisch wird in einer Pfanne angebraten. Sobald das Fleisch gar ist, werden die Waffeln hinzugefügt und kurz köcheln gelassen. Anschließend wird das Gericht in derselben Pfanne serviert. Migas. Dieses Gericht wurde ursprünglich zubereitet, um altes Brot zu verwerten. Knoblauchzehen werden in einer Pfanne angebraten, dann wird das Brot hinzugefügt und geröstet. Migas werden üblicherweise mit gebratenen Paprika, gebratenem Schweinebauch, Sardinen, Weintrauben und Melone serviert.
Migas. Dieses Gericht diente ursprünglich dazu, altes Brot zu verwerten.
- Pipirrana: Ein Salat aus gehackten Tomaten, hartgekochten Eiern, grünen Paprika, Frühlingszwiebeln, Thunfisch…
- Gazpacho: Enthält praktisch die gleichen Zutaten wie Pipirrana, ist jedoch püriert und hat eine flüssige Konsistenz.
In der Konditorei:
- Süßer Brei. Zubereitet aus geröstetem Mehl, Brot, Milch, Zimt, Zucker, Olivenöl und Anis. Traditionell wird er an Allerheiligen gegessen.
- Hornazo. Zubereitet mit einem in Olivenöl gebackenen Brot und einem hartgekochten Ei in der Mitte. Es wird in der Karwoche gegessen.
- Die Trunkenbolde. Öl, Wein, Mehl, etwas Anis und Zucker.
- Sonstiges:Donuts, Würmer...
Die ersten Spuren menschlicher Anwesenheit im Gebiet der Mancha Real datieren aus der Altsteinzeit (Paläolithikum) und der Siedlung El Soguero. Während des Neolithikums (5. und 4. Jahrtausend v. Chr.) und der Bronzezeit (3. Jahrtausend v. Chr.) entstanden zahlreiche Siedlungen in der Region, darunter Piedras Gil, Cerro Moreno, Cerro Alcalá und Peñaflor.
Die Siedlungen El Toril und Las Casicas belegen die iberische Zeit. Die römische Stätte Ossigi Latonium befindet sich auf Cerro Alcalá.
In islamischer Zeit war das Gebiet von kleinen Dörfern und Weilern besiedelt. Eine davon war Peñaflor mit 20 bis 30 Wohnhäusern. Nach der christlichen Eroberung blieb diese verstreute Siedlung bestehen, deren Zentrum Wachtürme bildeten, darunter die von Peñaflor, Risquillo, Torre del Sordo usw. Das heutige Stadtzentrum wurde 1537 von Karl V. gegründet. Die Stadt erhielt den Namen La Manchuela de Jaén, da sie der Stadt Jaén unterstellt wurde. Ihre Gründung war Teil der Wiederbesiedlung des Gebiets nach der Reconquista, die der Verteidigung der Straßen diente. Der Aufstieg und die Festigung der Siedlung prägten den Kampf um die Unabhängigkeit Jaéns. Philipp II. verlieh ihr 1557 das Stadtrecht und damit die Unabhängigkeit von Jaén, jedoch erst nachdem die Einwohner 58.000 Reales gezahlt hatten.
Die Bedeutung von La Manchuela de Jaén zeigt sich im Besuch Philipps IV. im Jahr 1653. Aus Dankbarkeit gegenüber dem König beschlossen die Juristen der Stadt, den Ort fortan Mancha Real zu nennen. Die Bevölkerung wuchs stetig und erreichte schließlich 11.264 Einwohner. Heute ist La Manchuela dank seiner Industrie und Landwirtschaft eine Stadt mit vielversprechender Zukunft.
Larva
Larva ist eine kleine Stadt im Südosten der Provinz, im Korridor zwischen der Sierra del Pozo und der Sierra Mágina. Ihr Gebiet fällt zum Fluss Guadiana Menor hin ab. Niederschlag und Vegetation sind spärlich, die Erosion ist stark und hat tiefe Schluchten und Bäche geformt, die eine Halbwüstenlandschaft prägen. Mehr als die Hälfte der Gemeindefläche besteht aus Weideland, Thymianbeständen und Espartograsfeldern. Nur wenige Baumarten wachsen hier, teilweise aufgrund von Aufforstungen. Die Wirtschaft der Einwohner basiert ausschließlich auf Landwirtschaft und Selbstversorgung, insbesondere auf Getreide, Oliven, Kapern und Schafzucht. Zu den architektonischen Sehenswürdigkeiten zählt die Kirche San Pedro Apóstol. Sie wurde im 18. Jahrhundert erbaut und zeichnet sich durch ihre schlichte Architektur aus. Castellón ist die Ruine einer alten iberischen Zyklopenfestung aus dem 2. und 1. Jahrhundert v. Chr.
Touristengebiet: Naturpark Sierra Mágina
Entfernung zur Hauptstadt (km): 87
Höhe über dem Meeresspiegel (m): 720
Fläche (km²): 42
Bevölkerung: 500
Demonym: Larveños
Postleitzahl: 23591
- Die Pfarrkirche St. Peter der Apostel. Sie wurde Ende des 17. Jahrhunderts erbaut und zeichnet sich durch eine schlichte Architektur im Inneren wie im Äußeren aus. Ihre Fassade ist zweigeteilt, höher als breit und schmucklos. Der Türsturz ist leicht segmentbogig. Ein kleiner Turm sticht hervor; er dient nicht nur als Glockenturm, sondern prägt auch das Erscheinungsbild der Kirche und betont ihre größere Höhe im Vergleich zu den umliegenden Gebäuden.
- Altes Rathaus. An der Fassade befinden sich eine Uhr und eine Glocke, ganz im Stil der Rathäuser der Aufklärungszeit. Heute beherbergt das Gebäude die städtische Herberge. Das Stadtzentrum. Vielleicht der reizvollste Teil von Larva. Eingebettet in einen sanften Hang zwischen den Gebirgszügen Pozo und Cabrilla, besticht es durch ein malerisches Straßennetz mit leichten Steigungen und Ein- und Mehrfamilienhäusern, die einen ausgesprochen ländlichen Charakter versprühen. Die Ziegelei Moros. Eine mittelalterliche Siedlung nur wenige Meter vom Stadtzentrum entfernt.
- El Castellón. Auf dem Cerro del Castellón befinden sich die Überreste einer iberischen Zyklopenfestung aus dem 2. bis 1. Jahrhundert v. Chr. Es handelt sich um eine ummauerte Anlage mit viereckigem Grundriss und einer Zisterne im Inneren, erbaut aus bis zu 1,5 Meter langen Kalksteinblöcken.
- Cerro Castellón: Diese Festung liegt auf einem isolierten Hügel in der Ebene von Larva. Die Überreste stammen aus dem 1. und 2. Jahrhundert v. Chr. Es ist eine rechteckige Zyklopenfestung aus Trockenmauerwerk. Im Inneren befindet sich eine Zisterne aus regelmäßig angeordneten Quadersteinen, die kleiner sind als die der Außenmauern. Gefunden wurden Keramikfragmente mit geometrischen Bändern im iberischen Stil sowie mittelalterliche Keramik mit Ritzverzierungen. Cerro Castellón: Diese Festung liegt auf einem isolierten Hügel in der Ebene von Larva. Die Überreste stammen aus dem 1. und 2. Jahrhundert v. Chr. Es handelt sich um eine rechteckige Zyklopenfestung aus Trockenmauerwerk. Jungfrau von Majada Blanquilla Einen Kilometer vom Dorf entfernt, an der Straße nach Cabra del Santo Cristo, liegt ein Olivenhain, der unter Einheimischen als Majada Blanquilla bekannt ist. Er befindet sich im höchsten Teil von Larva und beherbergt mit 1144 Metern über dem Meeresspiegel den höchsten Punkt der Sierra de Larva. Hier, an diesem von Menschenhand errichteten Punkt, steht ein kleines Heiligtum mit einem Marienbild, das zu einem Wallfahrtsort und einer idealen Wanderroute für geübte Wanderer geworden ist.
- Museum für Kunst und Volksbräuche, wo man alles über traditionelle Werkzeuge und Geräte lernen kann, darunter landwirtschaftliche Geräte und solche, die bei der traditionellen Schweineschlachtung verwendet werden.
Larva liegt in einer privilegierten Lage zwischen zwei Naturparks in der Provinz Jaén. Von einem Aussichtspunkt im Stadtzentrum aus blickt man nach Norden, links auf den Naturpark Sierra Mágina und rechts auf den Naturpark Sierra de Cazorla, Segura y Las Villas. Davor erheben sich die zum Weltkulturerbe gehörenden Städte Úbeda und Baeza. Im Hintergrund erhebt sich die Sierra de Larva mit ihren steilen Hängen und der vorherrschenden mediterranen Macchia, in der Rosmarin und Thymian reichlich wachsen.
Besonders hervorzuheben ist das Espartogras, das in der Geschichte Larvas eine so wichtige Rolle spielte.
Unter den Bäumen dominieren Aleppo-Kiefern. Der Gipfel dieses Gebirgszugs erreicht eine Höhe von 1.144 Metern und ist als Cerro de los Picones bekannt. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Landschaft den landwirtschaftlichen Bedürfnissen angepasst. Die Felder, die wir heute sehen, waren ursprünglich von ausgedehnten Getreideanbauflächen bedeckt. Im Laufe der Zeit hat sich die Steppenlandschaft stark gewandelt und ist Olivenhainen gewichen, die heute den größten Teil der landwirtschaftlichen Nutzfläche einnehmen und den Getreideanbau in den Hintergrund gedrängt haben. Es regnet selten. Die Wirtschaft der Bewohner ist ausschließlich landwirtschaftlich geprägt und basiert auf Subsistenzwirtschaft mit dem Anbau von Getreide, Oliven, Kapern und der Schafhaltung. Die Region beheimatet eine vielfältige Fauna: Ringeltaube, Wiedehopf, Ginsterkatze, Dachs, Wildschwein, Kaninchen… und ist ideal für Aktivitäten wie Wandern, Radfahren und Klettern.
Entlang des Wanderwegs Cañada Real liegt das Anwesen La Laguna. Es handelt sich um ein überschwemmungsgefährdetes Gebiet, in dem sich in regenreichen und schneereichen Jahren eine natürliche Lagune bildet, die zahlreichen Vogel- und Amphibienarten Schutz bietet.
Ein weiteres Naturparadies für Besucher ist das Gebiet El Pozuelo. Es ist über den Weg erreichbar, der in La Casería beginnt und in Richtung Sierra führt. Dieser Ort ist besonders für Naturliebhaber interessant und beherbergt drei Quellen, von denen zwei für Besucher zugänglich sind: das Quellbecken Caño und das Quellbecken Cueva.
Nur wenige Meter entfernt befindet sich die Joso-Höhle, eine geologische Formation, die umgangssprachlich als „Felsunterstand“ bekannt ist und als Viehunterstand diente. Dieser Ort ist ideal für Abenteuersportarten.
Erholungsgebiet La Cañada: Dies ist ein gut ausgestattetes Gebiet mit einem interessanten Aussichtspunkt, einem Springbrunnen, einer Informationstafel zur Landschaft und Panoramablicken auf die Umgebung.
Besucher dieser Stadt können zwei Festzyklen erleben: die Feste rund ums Feuer und die großen Feste und Jahrmärkte.
Feste rund ums Feuer:
Der Tag der Heiligen Lucia wird am 13. Dezember gefeiert. Die Einwohner von Larva begehen diesen Tag mit Freudenfeuern und bewahren damit eine Tradition aus der Zeit, als sie zu Cabra del Santo Cristo gehörten. Auch dort wurde dieses Fest mit Freudenfeuern gefeiert, um die herum gegessen, getrunken, getanzt und gesungen wurde.
- San Antón, 17. Januar. An diesem Tag werden die Lichter wieder entzündet und die Würste vom geschlachteten Schwein über der Glut geröstet.
- Lichtmess, 2. Februar. Damit endet der Zyklus der Festlichkeiten rund um das Feuerritual. Es ist Brauch, dass Kinder Körbe mit ringförmigen Gebäckstücken, einem Rosmarinzweig und, wenn es sich gehört, Tauben tragen, um an die Darstellung der Jungfrau Maria zu erinnern, die zum Tempel in Jerusalem ging, um den Priestern zwei Turteltauben zu opfern.
Zyklus der wichtigsten Feste und Jahrmärkte:
- Heiliger Markus, 25. April. Er ist der Schutzpatron der Stadt. Drei Tage lang finden festliche und religiöse Veranstaltungen statt, bei denen die Bilder des Heiligen Markus und der Schmerzensmutter in einer Prozession durch die Stadt getragen werden. Am 25. wird das Bild des Heiligen Markus in einer Prozession getragen, am 26. das Bild der Jungfrau Maria.
- Heiliger Isidor, 15. Mai. Dieses einst ausgestorbene heidnische Fest wurde vor einigen Jahren wiederbelebt. Damals wurde die Statue des Heiligen in einer Prozession getragen und spontan, begleitet von den Gemeindemitgliedern, auf einen Traktor zu einem nahegelegenen Stausee gebracht, wo ihm zu Ehren eine Messe gefeiert wurde. Nach der Rückkehr zur Kirche brachten einige Einwohner Speisen und Getränke, andere Tische und Musik. So hat sich die Wallfahrt zum Heiligen Isidor in Larva Jahr für Jahr zu einer festen Tradition entwickelt. Heiliger Isidor
- San-Pedro-Fest. Der Festzyklus endet mit der Feier zu Ehren des Heiligen Petrus in den ersten Augusttagen, bei der mehrere Tage lang Tänze und Jahrmarktstände stattfinden.
Ursprünglich wurde dieses Fest am 29. Juni, dem Gedenktag der Heiligen Petrus und Paulus, gefeiert. Da jedoch zu dieser Zeit die Weizenernte und die Getreidehaufen auf den Dreschplätzen aufgrund des Raketenstarts eine erhebliche Brandgefahr darstellten, wird das Fest nun am 29. Juni gefeiert. Aus diesem Grund und auch, damit auch die Einwohner von Larva, die das ganze Jahr über außerhalb der Stadt leben, am Fest teilnehmen können.
Die Gastronomie, die zum kulturellen Erbe der Stadt gehört, umfasst Produkte aus der traditionellen Schweineschlachtung, wie die exquisite Chorizo-Wurst und mariniertes Schweinefilet.
Auch die folgenden Gerichte sind tief in der Tradition verwurzelt:
- Andrajos, zubereitet mit Hase, Kaninchen oder Fisch.
- Gachas. Im Sommer werden sie mit gerösteten roten und grünen Paprika sowie reichlich Tomaten zubereitet.
- Süßer Brei mit Croutons, der am Allerheiligentag gegessen wird.
- Kabeljau-Eintopf und Gebratener Kabeljau, typische Gerichte der Fastenzeit und der Karwoche.
Vom Gebäck: Hausgemachte Empanadas, Shortbread-Kekse, Blüten (dünn frittierter Teig), Krapfen, Krapfen, „Mönchsohren“ und Baiser.
Larva besaß einst bis zu vier Bäckereien, doch Bevölkerungsrückgang und geringe Rentabilität führten zu deren Schließung. Orte wie Cabra del Santo Cristo und Peal del Becerro versorgen die Gemeinde mit Brot.
Die geografische Lage von Larva im Korridor, der den Oberlauf des Guadalquivir mit den Senken von Úbeda und Baeza, Guadix und Levante verband, deutet darauf hin, dass diese Gebiete seit prähistorischer Zeit besiedelt waren.
Der Ursprung des heutigen Larva liegt in der iberischen Siedlung Cerro del Castellón, die zwischen dem 2. und 1. Jahrhundert v. Chr. entstand. Es handelt sich um eine befestigte Anlage auf einem plateauartigen Hügel inmitten einer Ebene, die auch in der Römerzeit bewohnt war. Die Quadersteinmauern sind erhalten, ebenso wie eine große Zisterne. In der arabischen Zeit trug der Ort den Toponym Ullaraua, was auf den dort gefeierten „Mittwochsmarkt“ hinweist. Ganz in der Nähe befindet sich die Zufluchtsburg Tejar de los Moros, eine auf einem Hügel gelegene Festung. Das umfriedete Gelände war in zwei Bereiche unterteilt: Der untere diente der Tierhaltung, während der obere, als Burg identifizierte Bereich den umliegenden Bevölkerungen als Zufluchtsort diente. Wahrscheinlich war Larva ein Weiler, der von dieser Siedlung abhängig war. Im 13. Jahrhundert lag Larva an der Grenze zwischen Kastilien und Nasriden und spielte eine wichtige Rolle bei der Niederschlagung muslimischer und christlicher Aufstände, wobei letztere im Gebiet des Adelantamiento von Cazorla ihren Ursprung hatten. Bis 1836 gehörte Larva zu Quesada. Dann beantragten die Einwohner die Eingliederung in die Gemeinde Cabra del Santo Cristo. Die neue Stadt blieb fast ein Jahrhundert lang Teil von Quesada, bis sie 1924 den Status einer Kleingemeinde erhielt.
Die Abspaltung als eigenständige Gemeinde wurde 1936 besiegelt. Nach dem Spanischen Bürgerkrieg erholte sich die Einwohnerzahl und erreichte 1950 2.061 registrierte Einwohner.
Ab diesem Jahrzehnt begann die Einwohnerzahl aufgrund von Abwanderung in Großstädte wie Madrid, Barcelona und Valencia sowie ins Ausland zu sinken. Derzeit hat der Ort 450 Einwohner und zählt damit zu den am dünnsten besiedelten Städten der Provinz.
La Guardia de Jaén
La Guardia ist eine kleine Gemeinde im Westen der Sierra Mágina, nur wenige Kilometer von der Hauptstadt entfernt. Das Stadtzentrum, am östlichen Rand des San Cristóbal-Hügels mit Blick auf den Fluss Guadalbullón gelegen, hat sich den traditionellen Charakter seiner weißen Häuser und steilen, engen Gassen bewahrt.
Zu den Naturschönheiten von La Guardia zählen der San Cristóbal-Hügel, dessen Gipfel mit Kiefern bewaldet ist, und das Tal des Guadalbullón selbst, das noch immer eine üppige Ufervegetation aufweist.
La Guardia bietet zahlreiche Möglichkeiten für Ausflüge zu Fuß, zu Pferd oder mit dem Fahrrad, beispielsweise zur Cañada del Santo (Heiliger Viehpfad) oder entlang des Ufers des Guadalbullón. Archäologisch interessant sind die Siedlungen von Guadaola (Emiratszeit), die römische Villa La Yuca und die verschiedenen iberisch-römischen Nekropolen von Las Eras de San Sebastián und Barranquillo.
Die Burg arabischen Ursprungs, die im 14. und 15. Jahrhundert von der Familie Messia zu einer Palastzitadelle umgebaut wurde, ist neben der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, einem Gebäude aus dem 16. Jahrhundert, das ursprünglich ein Dominikanerinnenkloster war, das architektonische Prunkstück der Stadt.
Die Burg arabischen Ursprungs wurde im 14. und 15. Jahrhundert von der Familie Messia zu einer Palastzitadelle umgebaut.
Die Kirche Mariä Himmelfahrt, ein Gebäude aus dem 16. Jahrhundert, war ursprünglich ein Dominikanerinnenkloster.
App herunterladen:
- Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.deditec.laguardiadigital
- iOS: https://apps.apple.com/es/app/la-guardia-digital/id6453025656
http://laguardiadejaen.com/tu-ciudad/informacion-turistica/
Plaza San Pedro, s/n
953 327 100
Touristische Region: Jaén und Umgebung
Entfernung zur Hauptstadt (km): 10
Höhe über dem Meeresspiegel (m): 645
Fläche (km²): 38
Einwohnerzahl: 4465
Bezeichnung: Guardeños
Postleitzahl: 23170
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in La Guardia sind:
- Die Burg La Guardia de Jaén. Sie ist eine imposante Festung, die auf iberischen Ruinen errichtet wurde. Der Großteil ihrer Verteidigungsanlagen entstand während der Al-Andalus-Zeit und wurde später, vor allem der Alcázar (die Zitadelle), renoviert, um im 15. und 16. Jahrhundert als repräsentativer Wohnsitz zu dienen. Vom Bergfried aus bietet sich ein beeindruckender Panoramablick auf die Sierra Mágina, die Sierra Morena und die Felder von La Loma. Die Burg La Guardia de Jaén.
- Ehemaliges Kloster Santo Domingo. Die Kirche ist das am besten erhaltene Gebäude des ehemaligen Klosters Santo Domingo in La Guardia. Die übrigen Gebäude sind entweder stark verfallen oder durch Umbauten des letzten Jahrhunderts, als dort eine Olivenölmühle untergebracht war, verdeckt. Nach der Konfiszierung des Kirchenbesitzes und der Aufgabe der Kirche Santa María innerhalb des Schlossgeländes wurde die Klosterkirche in die Pfarrkirche Unserer Lieben Frau von der Himmelfahrt umgewandelt. Dekorativ präsentiert sich die Kirche im reinen klassizistischen Stil, typisch für Vandelvira aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, der 1542 von den Dominikanern mit dem Entwurf und Bau beauftragt wurde. Mit einem Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes und einem einzigen Kirchenschiff, ganz im Stil des Dominikanerordens, besticht die Apsis mit der eingravierten Jahreszahl 1556. Das Renaissance-Werk von großer Schönheit wurde 1975 zum Historisch-Künstlerischen Denkmal erklärt und als Kulturgut geschützt.
- Öffentliches Waschhaus der Zweiten Republik. Ein Ort mit besonderem Charme, an dem Besucher noch heute die Atmosphäre spüren, die die Menschen dort täglich bei ihrer Körperpflege schufen. Die von Anwohnern gespendeten Utensilien sind noch heute zu sehen. Im ersten Stock befindet sich das Fluente Lavadero Museum.
Plaza Isabel II Komplex. Es ist eine weitere bedeutende Sehenswürdigkeit in La Guardia. Der historische Komplex wurde errichtet, um die Pracht der Markgrafschaft zu veranschaulichen, die König Philipp II. 1556 dem ersten Markgrafen von La Guardia, Gonzalo Messia Carrillo de Fonseca, verlieh.
Auf dem Platz befinden sich mehrere Denkmäler aus dem 16. Jahrhundert und der Renaissance:
- Der Brunnen der fünf Ausläufe, der aus Bronze gefertigt ist und mit Wasser aus einer örtlichen Quelle gespeist wird.
Der Brunnen der fünf Ausläufe, der aus Bronze besteht und mit Wasser aus einer örtlichen Quelle gespeist wird. ... Der Brunnen der fünf Ausläufe, der aus Bronze
- Der Maria-Magdalena-Brunnen, ein zentraler Brunnen mit einer sitzenden Marienstatue, der zum ehemaligen Dominikanerinnenkloster gehörte.
- Das Herrenhaus der Familie Ochoa, erbaut 1813, scheint den Platz zu überragen.
La Guardia de Jaén ist ein Ort, eingebettet zwischen der Sierra Sur und der Sierra Mágina.
Von seiner privilegierten Lage auf 635 m ü. d. M. bietet sich ein herrlicher Blick auf den Fluss Guadalbullán, der in den Guadalquivir mündet, die Sierra Morena und die Sierra Mágina sowie die Felder der Region La Loma, die größtenteils mit Olivenhainen bedeckt sind.
Die Vegetation im oberen Bereich, an den Hängen und auf dem Gipfel des Cerro San Cristóbal, ist typisch für raues und steiles Gelände. Besonders auffällig sind die wiederaufgeforsteten Kiefern auf dem Gipfel und an den Hängen, neben Buschland und aromatischen Pflanzen. Der Rest des Landes ist mit Olivenhainen bedeckt, mit Ausnahme der Guadalbullón-Aue, wo auf fruchtbarem Boden Obstbäume, Getreide, Mais und Gemüse gedeihen.
Die Tierwelt ist geprägt von Niederwild wie Hasen, Kaninchen, Rebhühnern, Füchsen und zahlreichen Greifvögeln, die in den steilen Felsen des Hügels nisten. In der Nähe des Flussufers findet man die typische Vogelwelt der Auwälder.
Am besten erkundet man diese Gegend und ihre lebendige Natur auf einer der vielen Wanderwege, die sich durch das Gemeindegebiet schlängeln. Einer der bekanntesten Wege, der die schönsten Panoramablicke der Region bietet, ist der „San Cristóbal Hill Trail“.
Der Weg führt durch das Gebiet des Monte Prieto hinauf und hinunter in der Nähe des San Cristóbal-Felsens. Start- und Zielpunkt ist die Stadt La Guardia. Unterwegs liegt die beeindruckende Felshöhle Cueva Culebrera mit Spuren menschlicher Besiedlung aus der Jungsteinzeit. Auf dem flachen Gipfel des San Cristóbal-Hügels lässt sich ein angenehmer Spaziergang zwischen den Pinienbäumen genießen. Die Nord- und Südhänge bieten spektakuläre Ausblicke und dienen als natürliche Aussichtspunkte mit Blick auf die südlichen Berge und die Provinz Jaén.
Die Einheimischen teilen die verschiedenen Feste in La Guardia in zwei Kategorien ein: die Hauptfeste (San Sebastián und Divina Pastora) und die übrigen Veranstaltungen und Feierlichkeiten. ... Festlichkeiten zu Ehren des Heiligen Sebastian.
- Fest und Markt Unserer Lieben Frau von der Göttlichen Hirtin Es wird am 10. August gefeiert und hat seinen Ursprung in der Landwirtschaft und der Segnung der Ernte.
- Fest und Markt unserer Schutzpatronin, Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz Diese Feierlichkeiten finden um den ersten Sonntag im Oktober statt und sind geprägt von einer der ältesten Traditionen: dem Lied der Morgenröte, kurz La Aurora. Es besteht aus einer Gruppe von Menschen, den „Auroros“, die, begleitet von Musikinstrumenten, im Morgengrauen singend durch die Straßen von La Guarda ziehen, um die Mitglieder der Bruderschaft zum Gebet zu rufen. Die Wallfahrt zu Ehren des Heiligen Sebastian findet am dritten Sonntag im Mai zu Ehren des Schutzpatrons statt – eine Tradition von über vier Jahrhunderten. Sie wird im Naturschutzgebiet und Erholungsgebiet „Allanadas del Santo“ gefeiert. Die Wallfahrt beginnt mit der Überführung des Heiligenbildes zu seiner Einsiedelei in diesem Gebiet. Morgens wird eine Messe gefeiert, und nachmittags wird das Bildnis des Heiligen in einer Prozession um die Einsiedelei getragen.
Die Gastronomie von La Guardia besticht durch eine große Vielfalt an Aromen, Texturen und Zutaten, deren Geheimnis in den arabischen Einflüssen traditioneller Rezepte liegt. Es ist ein kulinarisches Mosaik, das im Laufe der Geschichte bis heute bereichert wurde.
Zu den typischsten Gerichten zählen:
- Guiñapos: ist ein Eintopf aus Weizenfladenbrot, Venusmuscheln, Sardellen, Fleisch und verschiedenen Gemüsesorten.
- Bacalao encebollado, ein typisches Gericht, das besonders in der Karwoche gegessen wird.
- Gachas migas, das Brot wird mit Chorizo, Schinken, Paprika und anderen Zutaten zubereitet, die je nach Jahreszeit variieren.
- Migas mit Granatapfel.
Sie stellen auch Süßigkeiten her, die typisch für diese Stadt sind:
- Kürbisbrötchen,das typische Dessert von La Guardia. Es wird mit Kürbis, Paprika und Zucker zubereitet.
- Gusanillo, eine typische Süßspeise aus der Guardeña-Konditoreitradition.
- Süßer Brei, der am Allerheiligentag, dem 1. November, gegessen wird.
- Weitere: frittierte Donuts und Pfirsichpunsch
Der Hügel von San Marcos, auf dem La Guardia liegt, ist eine strategisch wichtige Enklave und ein stummer Zeuge der verschiedenen Völker und Kulturen, die diesen Ort durchquert haben. Die dort gefundenen Überreste belegen dies von der Jungsteinzeit bis in die Gegenwart. Aus diesem Grund ist La Guardia als das „Tor der Kulturen“ bekannt.
Neben seiner wichtigen Rolle als Grenzstadt zwischen Kastilien und Granada zeichnet sich La Guardia vor allem durch die Lage einer alten und bedeutenden Siedlung aus, die jahrhundertelang an ihrem heutigen Standort existierte. La Guardia war um 1500 v. Chr. ein wichtiges iberisches Oppidum namens Mentesa Bastia.
Während der Römerzeit erlebte die Stadt ihre Blütezeit. Sie war als die Große Mentesa bekannt, eine wirtschaftlich, sozial und politisch starke Stadt. Mit bis zu 5.000 Einwohnern bewirtschaftete Mendes das Gold seiner Minen, dessen Vorkommen bis nach Rom reichten, und prägte sogar Münzen. Im 8. Jahrhundert wurde die Stadt durch die muslimische Invasion geplündert und niedergebrannt. In diesem Jahrhundert begann der Bau der Wehranlagen der Burg. 1244 eroberte Ferdinand III., der Heilige, die Stadt zurück, und sie wurde erneut zu einer wichtigen Verteidigungsbastion Kastiliens im Guadalbullón-Tal, bis zur Eroberung Granadas. Mit dem Fall Granadas und dem Verlust ihrer strategischen Bedeutung begann für Mendes eine friedliche Zeit und die Moderne. Die Familie Messia ließ sich im 16. Jahrhundert hier nieder, baute die Burg zu einem prunkvollen Wohnsitz um und nutzte den bestehenden Turm als Kirche, die der Heiligen Anna geweiht war. Darüber wurde der Glockenturm errichtet, der bis Mitte des 19. Jahrhunderts als Pfarrkirche diente.
Ebenfalls im 19. Jahrhundert ließ sich die Familie Ochoa in der Gemeinde nieder und beschloss, neben dem Brunnen Pilar de los Messia ein Herrenhaus zu errichten.
Von Mentesas einstigem Glanz ist nur noch wenig erhalten, da die Haupteinnahmequelle ab dem 19. Jahrhundert die Landwirtschaft sowie Öl- und Getreidemühlen waren – eine Wirtschaftsweise, die in der Nachkriegszeit zu Abwanderungen führte.
Heutzutage hat die Nähe zur Hauptstadt zur Wiederbelebung der Gemeinde beigetragen.
Jódar
Eine Stadt in der Sierra Mágina, im Nordosten der Region gelegen, eingebettet in eine Landschaft aus ausgedehnten Olivenhainen auf der einen und Bergen auf der anderen Seite.
Sie ist die bevölkerungsreichste Gemeinde der Region. Ihr südwestlichster Punkt gehört zum Naturpark Sierra Mágina, der Teil der Subbétischen Sierra ist und eine wunderschöne, spektakuläre Landschaft bietet. Die Flüsse Guadalquivir, Jandulilla und Arroyo de la Condesa fließen durch das Gemeindegebiet.
Olivenhaine, Spargel und die Verarbeitung von Espartogras gehören zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen.
Zu ihrem künstlerischen Erbe zählen die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, die Maurenburg, die Kirche und das Heiligtum Christi der Barmherzigkeit, das Kirchengelände, die Straßen und Plätze mit ihren traditionellen Gebäuden der Region und ihren charakteristischen Grundrissen sowie die Höhlenwohnungen.
Die historisch-künstlerische Stätte von Jódar ist seit 2014 ein Kulturgut von andalusischem Interesse. Sie wurde bereits 1983 zusammen mit der Burg und der Mariä-Himmelfahrts-Kirche zum Kulturgut erklärt, allerdings erfolgte die erste Ausweisung durch das Kulturministerium.
Museum Jódar (Touristeninformation Jódar)
Städtisches Kulturhaus
Rua Juan de Mata Carriazo 4, 2. Stock – Eingang 1.
Telefon: +34 953 784 012
Website: www.saudar.com
E-Mail: email@saudar.com
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 8:00 bis 15:00 Uhr (Sommer: 8:00 bis 14:00 Uhr)
Sonntags: 11:00 bis 13:00 Uhr
Touristengebiet: Sierra Mágina
Entfernung zur Hauptstadt (km): 54
Höhe über dem Meeresspiegel (m): 600
Fläche (km²): 149
Einwohnerzahl: 11.667
Bevölkerungsbezeichnung: Galdurienses
Postleitzahl: 23500
- Die zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert erbaute Mariä-Himmelfahrts-Kirche besticht durch ihre Fassade im Stil der klassischen Renaissance und ihre imposanten Ausmaße. Ihr Grundriss ist in Form eines lateinischen Kreuzes angelegt, mit Kapellen zwischen den Strebepfeilern. Das Dach ist ein Tonnengewölbe mit einer Kuppel auf Pendentifs über der Vierung. Das Presbyterium, die Hauptkapelle und das Querschiff stammen aus dem Jahr 1775. Der Turm aus der Mitte des 17. Jahrhunderts ist mit bischöflichen Wappen verziert, und das neoklassizistische Portal zählt aufgrund seiner Proportionen zu den schönsten der Provinz. In die Mauer ist die wertvolle iberisch-lateinische Inschrift von Galdur eingelassen, einer mythischen Stadt und der Wiege Jódars, die aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. datiert wird.
- Burg Jódar. Im historischen Zentrum von Jódar thront auf einem Felsenpodest die Burg, die bereits 860 urkundlich erwähnt wurde. Sie wurde nachweislich in der iberischen Zeit erbaut, wie Inschriften auf einem der Quadersteine belegen. Damit ist sie die älteste Burg der Provinz und eine der ältesten in Andalusien. Während der muslimischen Herrschaft und der Muladi-Aufstände erlangte sie Bedeutung. Die Festung besitzt zwei Bergfriede, einen arabischen und einen christlichen Ursprungs. Beide sind nahezu quadratisch. Im Alten Turm befindet sich der Eingang im ersten Stock und verfügt über zwei Reihen von Schießscharten. Der Neue Turm besteht aus einer Zisterne und einer zentralen Mauer. Seine Schießscharten ähneln denen des Nordturms, und die Decken im Inneren sind Kreuzgewölbe aus dem 16. Jahrhundert. Er weist noch Reste von Mudéjar-Stuck auf. Beide Türme wurden restauriert. Der Südturm dient heute als Besucher- und Besucherzentrum des Naturparks Sierra Mágina. Der Nordturm wurde umgebaut, um die Geschichte der Burg und der Gemeinde zu veranschaulichen und darzustellen. Er wurde 1985 als Historisches Denkmal unter den Schutz eines Kulturguts gestellt.
Die Kirche Christi der Barmherzigkeit wurde im Jahr 1700 an der Stelle einer alten Einsiedelei erbaut. Sie besitzt ein einziges Kirchenschiff und beherbergt eine außergewöhnliche Skulptur des barmherzigen Christus aus dem 16. Jahrhundert. Bemerkenswert ist auch ein Taufbecken aus dem Jahr 1660. Der Torre de los Pinares (Turm der Pinienhaine), der 1985 als historisches Denkmal zum Kulturgut erklärt wurde, thront an der südöstlichen Spitze eines Hügels mit Blick auf das rechte Ufer des Jandulilla-Flusses und ist somit strategisch äußerst bedeutsam. Der Turm hat einen runden Grundriss mit einem hohen Portal, das ihn in zwei Bereiche teilt. Der untere Bereich ist massiv, während der obere einen kleinen, ebenfalls runden Raum enthält. Er zeichnet sich durch unregelmäßiges Mauerwerk und Gipsmörtel aus, dem gleichen Material, mit dem die gesamte Oberfläche des Turms verkleidet ist.
Jódar liegt im Nordosten der Sierra Mágina, an den Hängen des Cerro de San Cristóbal. Sein südwestlichster Punkt gehört zum Naturpark Sierra Mágina. Von dort fällt das Gebiet zu den Flüssen Guadalquivir und Jandulilla ab, wo sich die Anbauflächen befinden.
Die Hälfte des Gebiets wird landwirtschaftlich genutzt, wobei Olivenhaine die vorherrschende Kulturpflanze sind. In den Flusstälern werden Gartenbaukulturen angebaut, und auf den Trockenflächen Getreide.
Die Wirtschaft basiert auf Olivenhainen und der Olivenölindustrie, obwohl der Anbau und die industrielle Verarbeitung von Gemüse große Erwartungen wecken.
Die höchsten Erhebungen der Region sind die Gipfel Carboneras (1.511 m), La Golondrina (1.258 m), Jódar (1.200 m) und Altarillas (1.066 m).
Nördlich der Gemeinde befinden sich die Stauseen Dª Aldonza, Pedro Marín und Puente de La Cerrada, die zusammen mit den dazwischenliegenden Flussabschnitten das Naturschutzgebiet Alto Guadalquivir bilden. Das Gebiet wurde außerdem zum Vogelschutzgebiet (SPA) und zum Schutzgebiet (SAC) erklärt.
In diesen Bergen dominiert mediterrane Vegetation, wobei die Steineiche häufig vorkommt. Im Jandulilla-Tal erstrecken sich zahlreiche Espartograsflächen, die auf die Aufgabe des Getreideanbaus aufgrund mangelnder Niederschläge zurückzuführen sind. Entlang des Jandulilla-Flusses wachsen Tamarisken, Oleander, Schilfrohr und Schilfdickichte. Unter den Tieren sind die Espartograsvögel bemerkenswert, darunter körnerfressende Vögel wie die Haubenlerche, die Kalanderlerche, die Feldlerche und die Hasellerche.
- Huerto de la Cora: Dieser einzigartige Garten liegt im Herzen der Stadt und beherbergt über 400 ausgestorbene Samen- und Pflanzenarten. Er dient als Refugium für Mutterpflanzen, die vor dem Aussterben bewahrt wurden.
- Wanderweg El Pocico: Der markierte Wanderweg „El Pocico“ beginnt im Stadtrandpark Trascastillo. Die Route führt die Hänge der Sierrezuela de Jódar hinauf zum Hügel San Cristóbal, von wo aus man einige der schönsten Ausblicke der Provinz genießen kann: die Täler des Guadalquivir, Guadiana Menor und Jandulilla, die Hügel von Lomas de Úbeda und die Gebirgszüge Cazorla und Mágina sowie einen unvergleichlichen Blick auf die Stadt.
- „El Paso“ Greenway und Cañaveral-Schlucht: Entlang der alten Königsstraße nach Granada, genannt „El Paso“, liegt die Cañaveral-Schlucht, ein kleines Juwel, übersät mit Oleander und Schilf. Hier finden sich die Ruinen mehrerer Getreidemühlen, darunter die Mühle von Marcón, ein wahres Monument. Die Gegend war seit dem Mittelalter mit Wachtürmen übersät. Entlang des breiten Weges entdeckt man Überreste der Industriegeschichte des Bewässerungskanals des Flusses Jandulilla sowie einen der größten Oleanderhaine der Region. Die Königsstraße endet an der römischen Brücke über den Guadalquivir, genannt „La Puente Vieja“ (Die Alte Brücke), neben den Ruinen von „Úbeda la Vieja“ (Alt-Úbeda).
Zu den traditionsreichsten Volksfesten zählen:
- Die Karwoche. Ihre Ursprünge reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück. Sie ist eines der angesehensten und traditionsreichsten Feste in Jódar. Heute gilt sie als eines der wichtigsten und beliebtesten Feste in der Provinz Jaén. Sie zeichnet sich durch die Qualität ihrer Skulpturen von renommierten Künstlern und die Feierlichkeit ihrer Prozessionen aus. Die Karwoche.
- Fronleichnamsfest. Die Straßen entlang der Prozessionsroute sind mit Palmwedeln, Bannern mit eucharistischen Motiven, Altären mit den schönsten Messgewändern und vielen anderen Dekorationen geschmückt. Der Boden ist mit Binsen, wildem Senf und Mustern aus farbigem Sägemehl bedeckt. Das Allerheiligste wird auf einem prächtigen Wagen und in einer vergoldeten Silbermonstranz aus dem Jahr 1669 getragen.
- Maikreuzfest, 2. und 3. Mai. Diese Feierlichkeiten werden seit Beginn des Jahrhunderts zu Ehren des Heiligen Christus der Barmherzigkeit, des Schutzpatrons von Jódar, begangen. Zwei monumentale Blumenbögen werden errichtet, ebenso wie volkstümliche Altäre, die mit ebenfalls aus Blumen gefertigten Kreuzen geschmückt sind. Am 3. Mai findet die Prozession des Christus der Barmherzigkeit statt, die durch fast alle Straßen der Stadt führt. Nach dem Ende der religiösen Zeremonie kehrt der Christus in seine Einsiedelei zurück. Fest des Heiligen Isidor, 15. Mai. Jedes Jahr am 14. Mai wird der Heilige Isidor von seiner Einsiedelei im Gebiet „Fuente Garcíez“ nach Jódar getragen. Am folgenden Tag, nach der Eucharistiefeier, kehrt der Heilige in seine Einsiedelei zurück, begleitet von Reitern auf geschmückten Pferden, festlich dekorierten Wagen und vielen Pilgern, die den Festtag tanzend und singend vor der Kulisse der wunderschönen Sierra Mágina verbringen.
- Königlicher Septembermarkt. Gegründet durch Königliches Dekret von Isabella II. im Jahr 1837. Da die Händler und Viehzüchter in Jódar keinen festen Termin für ihren Handel hatten, wurde beschlossen, den Markt am 2., 3. und 4. September abzuhalten. Heute finden zahlreiche Veranstaltungen statt, besonders hervorzuheben sind jedoch die Stierkämpfe mit den besten Stierkämpfern und die lebhaften Tänze unter freiem Himmel, die sich großer Beliebtheit erfreuen.
Die Gastronomie von Jódar ist reichhaltig und vielfältig und basiert auf regionalen Produkten. Besonders hervorzuheben ist die Qualität des Olivenöls, das in den meisten Gerichten Verwendung findet. Wir möchten Ihnen einige der traditionsreichsten Gerichte vorstellen:
- Pipirrana. Dies ist ein Salat mit Tomaten, grünen Paprika, Zwiebeln, Gurken, Salz, Olivenöl und Thunfisch.
- Gazpacho de los segadores. Ein herzhafter Eintopf mit Fladenbrotstücken, serviert mit Wildgerichten wie Kaninchen, Rebhuhn oder Hase.
- „El Morrococo“. Es besteht aus gekochten Kichererbsen, Tomaten, Zwiebeln, Olivenöl, Salz und Kreuzkümmel.
- Gachamigas. Hergestellt aus Mehl, Wasser, Olivenöl, Salz und Kartoffeln. Dazu passen: Longaniza-Wurst, Pancetta, Chorizo…
- Andrajos. Mehlfrittierte Teigtaschen mit einem Sofrito aus Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, roter Paprika und manchmal Kabeljau oder Kaninchen.
- Kapernbeeren. Gesalzene oder eingelegte Kapern, die hauptsächlich als Vorspeise gegessen werden.
In der Konditorei: „Retorcíos“ (gedrehtes Gebäck), Weinkrapfen, Empanadas und kandierte Nüsse.
- „Risol“ ist ein traditionelles Getränk aus Kaffee, Zucker, Zimt, Rosenblättern und Brandy.
Die menschliche Anwesenheit in der Umgebung von Jódar ist seit prähistorischer Zeit belegt. Die Fundstätte Las Quebradas ist die älteste bekannte und datiert etwa auf das 3. Jahrtausend v. Chr.
Entlang des Flusses Jandulilla sind zahlreiche Überreste aus iberisch-römischer Zeit erhalten geblieben, darunter die Grabstele in der antiken Villa Xandulilla und die Sphinx von Jandulilla in Cortijo del Álamo.
Im Mittelalter war das Gebiet dicht von islamischen Siedlungen besiedelt und verfügte über mehrere Gehöfte und eine befestigte Burg. Im 10. Jahrhundert galt Jódar als bedeutendes städtisches Zentrum und wichtiger Olivenölproduzent.
Um 1229 wurde die Stadt von den Truppen Ferdinands III. christlich erobert. Von diesem Zeitpunkt an wuchs die Stadt an Einwohnerzahl und Bedeutung, sodass Alfons X. ihr den Titel einer Loyalen Stadt und die Charta von Lorca verlieh.
Im 15. Jahrhundert wechselte sie mehrmals den Besitzer, bis die Katholischen Könige das Gut Jódar Entailed einrichteten und es ihrem Oberverwalter Día Sánchez de Carvajal übergaben.
Das 16. Jahrhundert war eine Blütezeit, in der Kirchen und Gebäude errichtet wurden. Auch der Anbau von Espartogras kam vielen Einwohnern zugute. Doch in den folgenden zwei Jahrhunderten wendete sich das Blatt: Jahrhunderte des Hungers, erzwungene Migrationen und die verheerende Pestepidemie von 1681 dezimierten die Bevölkerung drastisch. Im 19. Jahrhundert hatte sich die Einwohnerzahl verdoppelt, was zu Problemen wie Wohnungsnot führte und viele Familien zwang, in Höhlen zu leben.
Mit dem Bau der Eisenbahn und der verbesserten Erreichbarkeit kamen neue Migranten hinzu, sodass die Einwohnerzahl auf über 10.000 anstieg.
1919 verlieh Alfons XIII. der Stadt den Titel einer Stadt und dem Stadtrat den Titel „Hochverehrter“.
Jimena
Jimena ist eine Stadt im Süden der Provinz, an den Nordhängen der Sierra Mágina, eingebettet in eine Landschaft, die sich mit Olivenhainen, Obstgärten und Gemüsegärten sowie Berggebieten abwechselt.
Die Gemeinde ist unter anderem für ihren Feigenanbau bekannt, insbesondere für ihre frühen Feigen (Brebas).
Das Gemeindegebiet lässt sich in zwei Bereiche unterteilen: Der südöstliche Teil mit seinem bergigen Terrain gehört zum Naturpark Sierra Mágina; der Rest besteht aus Ackerland, auf dem Olivenhaine vorherrschen.
Die Wirtschaft basiert auf dem Anbau und der Verarbeitung von Oliven, ergänzt durch den Feigenanbau zur Produktion von Feigen und frühen Feigen (Brebas).
Besonders hervorzuheben sind die Höhlenmalereien der Cueva de la Graja (Höhle von Graja) im schematischen levantinischen Stil. Erwähnenswert sind auch die Burg, die im späten Mittelalter erbaut und 1434 dem Calatrava-Orden übergeben wurde, sowie die gotische Pfarrkirche Santiago el Mayor, die 1960 wiederaufgebaut wurde.
Informationsstelle des Naturparks Sierra Mágina:
Burg Jimena. C/ Audiencia, 5
Montag bis Freitag, 9:00 bis 14:00 Uhr.
Samstag und Sonntag, 10:00 bis 14:00 Uhr.
Die Stadtverwaltung von Jimena hat ein modernes Tourismusportal erstellt, um die Sehenswürdigkeiten der Gemeinde zu präsentieren.
https://jimenaturismo.grupofortalezas.com/
Diese Aktivität wird vom Provinzrat Jaén gefördert. Digitale Tools zur Tourismusförderung (Geschäftsjahr 2022)
Touristengebiet: Sierra Mágina
Entfernung zur Hauptstadt (km): 38
Höhe über dem Meeresspiegel (m): 606
Fläche (km²): 48
Einwohnerzahl: 1.675
Bezeichnung: Jimenatos oder Jimenenses
Postleitzahl: 23530
- Kirche Santiago el Mayor. Sie besitzt drei Schiffe, wobei das Mittelschiff das markanteste ist, und verdankt ihren Namen dem Tag, an dem Ferdinand III. 1234 Jimena von den Arabern eroberte. Der ursprüngliche Bau der Kirche ist gotisch, mit bedeutenden Elementen wie den Kapitellen mit Pflanzenmotiven, dem spitzbogigen Chorbogen, der den Blick auf die Hauptkapelle freigibt, und dem darüberliegenden Sterngewölbe. Ihr erstes Dach war im Mudéjar-Stil gehalten, und das erste Portal mit einem halbrunden Bogen, segmentierten Laibungen und breiten Keilsteinen mit einem Kragstein am Schlussstein sowie die Strebepfeiler und die rustizierten Traufen weisen Spuren der Renaissance auf, die einen Kontrast zum Gesims bilden. Die gotische Außenfassade der Apsis. Das heutige Dach, die drei Altarbilder in der Apsis, die Darstellung der Rosenkranzkönigin und der quadratische Turm stammen aus dem Wiederaufbau von 1960. Einsiedelei Unserer Lieben Frau der Heilmittel. Diese kleine Kirche besticht durch harmonische Architektur, einen Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes und eine Nische für die Schutzpatronin. Sie wurde 1910 erbaut. Burg. Ihr Bergfried, der als einziger Teil vollständig erhalten ist, zeugt von ihrer einstigen Bedeutung. Die mittelalterliche Bauweise dieser Burg, zusammen mit der von Bedmar, verstärkte die Grenzlinie. Sie trägt Wappen, die die Macht der Markgrafen von Camarasa, der Nachfolger der Familie Cobos, bezeugen. Karl I. übertrug die Burg, nachdem er sie dem Calatrava-Orden entzogen hatte. 1985 wurde sie zum Kulturgut erklärt. Höhle von Graja. Dies ist ein kleiner Felsüberhang mit Höhlenmalereien, in denen bis zu sieben Figurengruppen im schematischen Stil mit Rottönen entdeckt wurden. Es wird der Jungsteinzeit (3. Jahrtausend v. Chr.) zugeschrieben.
Jimena liegt im Zentrum der Provinz Jaén und umfasst eine Fläche von 48,04 km² bei einer durchschnittlichen Höhe von 774 m über dem Meeresspiegel. Die Stadt befindet sich im Nordwesten der Sierra Mágina, deren südöstlicher Teil gebirgig ist und zum Naturpark Sierra Mágina gehört. Der Rest des Gebiets besteht aus Ackerland, vorwiegend Olivenhainen. Die Wirtschaft basiert auf dem Olivenanbau und der Olivenverarbeitung, ergänzt durch den Feigenanbau zur Produktion von Früh- und Vollkornfeigen. Um Ihnen eine Vorstellung vom Umfang der Frühfeigenproduktion zu geben: Im Jahr 2013 wurden rund 60.000 kg Frühfeigen geerntet. Von der Gesamtproduktion werden etwa 10 % in der Provinz Jaén vertrieben, 25 % erreichen Märkte in Andalusien und der Rest wird nach Barcelona, Madrid und Valencia exportiert.
In unmittelbarer Umgebung befinden sich die folgenden Gipfel: Aznaitín (1794 m), Cuevas del Aire (1364 m) und Atalaya (760 m).
Die Vegetation ist geprägt von Steineichenhainen, Galleichenwäldern, Aleppo-Kiefern und Weiden. Der Olivenbaum ist zudem das Wahrzeichen der Gemeinde.
In der Gemeinde Jimena ist die Tierwelt sehr vielfältig und umfasst viele symbolträchtige Arten wie den Wiedehopf, den Ziegenmelker, den Habichtsadler, den Schlangenadler, die Haubenmeise, den Wanderfalken, die Felsenschwalbe, die Steppenweihe, den Steinadler, den Uhu, den Dachs, den Fuchs, das Wildschwein, die Ginsterkatze, den Damhirsch, den Rothirsch, die Leiterotter und die Viper…
Eine der besten Möglichkeiten, einen herrlichen Panoramablick auf die Gemeinde zu genießen, ist der Besuch eines der zahlreichen Aussichtspunkte in der Umgebung. Zu den beliebtesten gehören: ...
Neben den traditionellen Weihnachts- und Osterfeierlichkeiten begeht die Gemeinde Jimena auch folgende Feiertage:
- Das Luciafest findet am 13. Dezember statt. Am Vorabend werden Freudenfeuer entzündet, um die herum Popcorn und Wein gegessen werden, begleitet von Gesang und Tanz.
- Markusfest findet am 25. März statt. Der Heilige wird, wie in vielen anderen Gemeinden der Sierra Mágina, verehrt, weil er die Stadt vor einer Heuschreckenplage bewahrt hat, die die Ernte zu vernichten drohte. Fronleichnam. Es gibt Hinweise darauf, dass während dieses Festes ein „Toro de Maroma“ (Stier am Strick) stattfand, der heute besser als „Toro Ensogado“ (Stier am Strick) bekannt ist und ein Vorläufer des heutigen „Toro de Fuego“ (Feuerstier) der Feierlichkeiten zum Schutzpatron ist. Kreuzweg, 3. Mai. Ein Fest mit einem religiösen Bestandteil, bestehend aus der Prozession zu den Feldern des Vaterunsers Jesus, der das Kreuz trägt. Und einem weltlichen Bestandteil, den „Onkeln von Ricia“. Dabei handelt es sich um Strohpuppen aus alten, mit Papier ausgestopften Kleidern mit Tontöpfen oder -pfannen als Köpfen. Diese in humorvollen Posen aufgestellten Puppen werden mit Schildern, die scherzhaft auf Ereignisse im Dorf anspielen, durch die Straßen gezogen. Sie werden schließlich geschlagen oder verbrannt. Fest zu Ehren Unserer Lieben Frau der Heilmittel. Es findet vom 7. bis 10. September statt. Am 7. September wird das Bildnis von seiner Einsiedelei nach Jimena gebracht, wo es bis zum 10. verbleibt. An diesem Tag wird es zurück in sein Heiligtum in Cánava am Fuße der Berge gebracht. Als Höhepunkt der Feierlichkeiten werden mehrere „Feuerstiere“ freigelassen. Dabei handelt es sich um metallene Vorrichtungen, die auf den Rücken der Träger platziert werden und Funken, Leuchtraketen und kleine Knallkörper versprühen, was bei den Zuschauern für große Heiterkeit sorgt.
Die frühen Feigen aus Jimena sind seit Langem berühmt und spielen nicht nur eine wichtige Rolle in der lokalen Wirtschaft, sondern sind auch Bestandteil einiger regionaler Gerichte.
Zu den traditionellsten Gerichten zählen:
„Weizen“ ist das bekannteste Gericht der Jimenanischen Küche. Es handelt sich um einen aufwendigen Eintopf, bei dem die Weizenkörner zunächst in einem Steinmörser zerstoßen und geschält werden. Nach dem Entfernen der Spelzen werden sie eingeweicht und am nächsten Tag mit gehackten Zwiebeln, einer roten Tomate, grünen Bohnen und etwas Kabeljau oder Sardellen gekocht.
- „Borullos“ ist ein stärkehaltiges Gericht, das in der traditionellen Küche einiger Gegenden von Mágina weit verbreitet ist und dort „Talarines“ genannt wird. Es besteht aus einer Brühe, in der Gemüse und Hasenfleisch mit einem Teig aus geknetetem Mehl gekocht werden.
- „Morococo“ ist ein Gericht, das nicht nur in den Küchen von Mágina, sondern auch in denen von La Loma zu finden ist. Es wird aus sehr stark pürierten, gekochten Kichererbsen zubereitet, denen Brühe, ein großzügiger Schuss Olivenöl und gebratene Paprika hinzugefügt werden. Das Ganze lässt man köcheln, bis ein Püree entsteht, manchmal mit Zugabe von gehackten Zwiebeln.
- Weitere Gerichte: Pipirrana und Papajotes.
Bei den Gebäcksorten: Roscos (in der Pfanne gebraten), Alfajores (Feigenbrot), Brevas-Käse…
Jimena blickt auf ein reiches prähistorisches Erbe zurück, darunter eine Gruppe von Höhlenmalereien in der Höhle La Graja, die die Existenz von Hirtenvölkern belegen, die zwischen dem 4. und 3. Jahrtausend v. Chr. die südlichen Berge bewohnten. Eine weitere Siedlung aus dieser Zeit ist Cerro Alcalá, ein wichtiger Bezugspunkt für die Vorgeschichte und Antike dieser Stadt. Während der iberischen Zeit wurde Cerro Alcalá zu einer der Oppida, die über Jahrhunderte bis in die Römerzeit besiedelt blieben.
Während der arabischen Zeit war das Gemeindegebiet von Jimena dicht mit kleinen ländlichen Siedlungen und Weilern besiedelt.
In diesem Gebiet gab es mehrere befestigte Zufluchtsorte, wie beispielsweise Fuente del Moro, Cerro Alcalá und San Estabín. Jimena (Xemena) könnte eine dieser Burgen oder ein befestigter Weiler nach der Eroberung Granadas gewesen sein.
Die Gemeinde Jimena wurde 1234 am Jakobstag von Ferdinand III. erobert und dem Gebiet des Rates von Baeza angegliedert. Nach mehreren Besitzerwechseln übertrug König Johann II. die Gemeinde 1434 dem Calatrava-Orden, der die Encomienda Torres, Canena, Jimena und das Gut Recena gründete. Im 16. Jahrhundert beteiligte sich Jimena, verbündet mit Baeza, am Aufstand der Comuneros in Kastilien unter Karl V. und diente den Rebellen sogar als versteckte Festung. Jahre später verkaufte Karl V. die Stadt an seinen Sekretär Francisco de los Cobos. Von da an blieb Jimena die Herrschaft von Francisco de los Cobos und später von dessen Nachkommen, den Markgrafen von Camarasa, bis zur Abschaffung der Feudalprivilegien im Jahr 1812.
Huelma
Huelma ist eine bedeutende Stadt im südlichen Teil der Sierra Mágina, direkt an der Provinzgrenze zu Granada. Der nördliche Teil der Gemeinde gehört zum Naturpark Sierra Mágina, dessen Höhenlage über 2.000 Meter liegt und bis zum Fluss Jandulilla im Osten der Gemeindegrenze abfällt. Solera wurde 1975 nach Huelma eingemeindet. Huelma ist wirtschaftlich eine wichtige Gemeinde der Region. Der wichtigste Wirtschaftszweig ist die Herstellung von Holzmöbeln mit nationalen und internationalen Märkten, die sich trotz Krisenzeiten immer wieder neu erfinden konnte. Auch die Keramik- und Textilindustrie spielen eine bedeutende Rolle. Die Stadt verfügt über ein großes Potenzial für Kultur-, Natur- und Sporttourismus.
Die Landwirtschaft bietet die meisten Arbeitsplätze, gefolgt vom Dienstleistungssektor. Olivenhaine sind die am weitesten verbreitete Anbaukultur, gefolgt von Getreide, während Obstplantagen und Gemüsegärten eine untergeordnete Rolle spielen. Im Industriesektor befindet sich eine Olivenölabfüllanlage, die zur Ursprungsbezeichnung Sierra de Mágina gehört.
Auch die Viehzucht spielt eine wichtige Rolle; Schafe, Ziegen und Schweine werden gehalten. Besonders hervorzuheben ist die Zucht der Montesina-Schafe, die in den Bergregionen der Provinz Granada und im Süden der Provinz Jaén beheimatet sind. Huelma ist ein absolutes Muss auf der Reise „Reise in die Zeit der Iberer“, denn hier befindet sich in der Gegend „Cortijo Pajarillo“ eine iberische Ausgrabungsstätte aus dem 4. Jahrhundert v. Chr.
Was das historische und künstlerische Erbe betrifft, so sticht die Burg hervor, die auf einem steilen Felsvorsprung thront. Auch die Pfarrkirche der Unbefleckten Empfängnis aus dem 16. Jahrhundert ist sehenswert.
Entfernung zur Hauptstadt (km): 50
Höhe über dem Meeresspiegel (m): 1100
Fläche (km²): 250
Einwohnerzahl: 6051
Bevölkerungsname: Huelmenses
Postleitzahl: 23560
Das wunderschöne Stadtzentrum von Huelma, bestehend aus einem Netz von Straßen und weißen Häusern, die sich unterhalb der Ruinen der Burg erstrecken, bildet ein harmonisches und reizvolles Ensemble, das 1971 zum Historisch-Künstlerischen Denkmal erklärt wurde.
Zu ihrem reichen Erbe zählen unter anderem:
Die Burg von Huelma oder Alburquerque. Sie liegt am Stadtrand von Huelma auf einem Hügel mit Blick über die gesamte Stadt. Die heutige Festung wurde vermutlich in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts vom Stadtherrn, dem Herzog von Alburquerque, erbaut. An dieser Stelle stand einst eine muslimische Burg, von der nur noch Teile der Mauer und die große Zisterne im Inneren erhalten sind. Sie hatte einen viereckigen Grundriss und vier zylindrische Türme, je einen an jeder Ecke, die durch Mauerabschnitte und ein Portal mit einem halbrunden Bogen im Erdgeschoss miteinander verbunden waren. An ihrer Westseite ruht sie direkt auf einem großen, steilen Felsen, der bereits eine imposante Festung bildet.
Die Kirche der Unbefleckten Empfängnis gilt als Juwel der Renaissance-Architektur in der Provinz Jaén. Die bedeutendsten Künstler ihrer Zeit wirkten an ihrem Bau mit: Diego de Siloé, Francisco del Castillo der Ältere, Andrés de Vandelvira und Francisco del Castillo der Jüngere. Das Gebäude hat einen basilikaartigen Grundriss mit drei Schiffen. Die Apsis der Kirche mit ihrer flachen Giebelwand ist mit einem Kassettengewölbe überspannt. Die Südfassade ist bemerkenswert elegant und harmonisch gestaltet und orientiert sich an italienischen Vorbildern. Sie besitzt einen achteckigen Glockenturm.
Iberisches Heiligtum von Pajarillo
Das iberische Heiligtum von Pajarillo ist ein iberisches Oppidum aus dem 4. Jahrhundert v. Chr., das im Weiler Cabritas de Huelma gefunden wurde. Die Skulpturen befinden sich heute im Provinzmuseum von Jaén. Zu sehen sind ein Wolf, ein Krieger, zwei Greifen, ein Junge und ein Raubtier. Das Heiligtum liegt im Tal des Flusses Jandulilla, der einstigen Handelsroute zwischen Murcia und dem Guadalquivir-Tal.
Castell Solera: Hier, auf einem Hügel, befinden sich die Überreste einer Nasridenburg aus dem 13. Jahrhundert. Von hier aus bietet sich ein herrlicher Blick über das Tal, wo die Flüsse Jandulilla und Gargantón zusammenfließen.
Einsiedelei Unserer Lieben Frau von Fuensanta Etwa 7 km von der Stadt entfernt, im Herzen der Sierra Mágina, liegt das Heiligtum von Fuensanta, das Zentrum der Verehrung für die Einwohner von Huelma, denn es ist die Heimat ihrer verehrten Schutzpatronin.
Ein bedeutender Teil der Gemeinde Huelma wird von Süden nach Norden vom Fluss Jandulilla durchflossen, der sie in zwei etwa gleich große Gebiete teilt. Am linken Ufer liegen die Sierra Mágina und die Stadt Huelma. Am rechten Ufer befinden sich die Sierra de Cabra und die Altstadt von Solera. Rund 10 % der Gemeindefläche gehören zum Naturpark Sierra Mágina. Mehrere markierte Wanderwege, wie der Kurweg Cordel del Salado, der Borregueras-Pfad und der Weg zum Gipfel des Pico Mágina, bieten atemberaubende Panoramablicke auf die Region.
Die Routen durch die Karstlandschaften der Sierra Mágina ermöglichen es uns, Wiesen, Buschland, Wacholderhaine und die Gipfelvegetation (Bleiwurz, Ginster, Bergwinde, Thymian und Luzerne-Sandkraut) sowie Karstformationen, Schneegruben, Habichtsadler, Steinschmätzer und Ringdrosseln zu beobachten.
Die tiefer gelegenen Gebiete sind hauptsächlich mit Oliven- und Mandelbäumen bedeckt, obwohl auch Steineichen, Gall-Eichen, Aleppo-Kiefern und Kiefernwälder häufig vorkommen.
- Die Karwoche, die in der Region einen einzigartigen Charakter besitzt, wird von zahlreichen Bruderschaften begangen, und ihre Prozessionen werden von vielen Einwohnern besucht, sei es aus Frömmigkeit oder Tradition.
- Maifeste und Septemberwallfahrt. Dies sind die Festlichkeiten zu Ehren der Jungfrau von Fuensanta, der Schutzpatronin von Huelma. Am ersten Sonntag im Mai werden die Statuen der Jungfrau von Fuensanta und der Heiligen Lucia vom Heiligtum in die Pfarrkirche überführt. Jedes Jahr nehmen mehr Festwagen und Pilger daran teil. Am ersten Sonntag im September findet die Wallfahrt zum Heiligtum der Jungfrau von Fuensanta statt. Seit dem 16. Jahrhundert organisiert die Bruderschaft Unserer Lieben Frau von Fuensanta und der Heiligen Lucia diese Wallfahrt, die jedes Jahr am ersten Sonntag im September stattfindet. Die Feierlichkeiten beginnen mit dem Empfang der angeschlossenen Bruderschaften von Cambil, Solera und Torres, gefolgt von der Prozession zum Heiligtum. Nach der Eucharistie wird die Marienstatue in einer Prozession getragen, begleitet von der Statue der Heiligen Lucia auf ihrem Thron. Traditionell verbringt man einen Tag auf dem Land, an dem man das Wasser aus dem Brunnen des Heiligtums trinken muss, dem zahlreiche Wunder zugeschrieben werden. Karneval. Er ist sehr beliebt. Seit 1989 findet neben Tänzen auch ein Wettbewerb der Chirigota- und Comparsa-Gruppen statt. Zum Abschluss der Feierlichkeiten wird das „Karnevalsfilet“ gefeiert. Augustmesse. Auch bekannt als San-Agustín-Fest. Im Rahmen der Feierlichkeiten findet die Expohuelma-Messe statt, und der Wettbewerb „La Serranilla de Mágina“ wird ausgetragen. Volksfeste in den Gemeinden: Jedes der zu Huelma gehörenden Dörfer feiert sein eigenes Fest: Im Mai findet das San-Isidro-Fest in Solera statt; im Juni das Fest in Cabritas de Huelma; im Juli die Feste in La Calesera und La Unión Plaza Nueva; und im August wird das Auswandererfest in Solera, La Villa und Campo del Moral gefeiert.
Die Gastronomie von Huelma ist köstlich und vielfältig. Besonders hervorzuheben sind herzhafte Gerichte wie „Andrajos“, Eintöpfe mit Saubohnen und Kabeljau, Zicklein in Knoblauchsauce, Andrajos mit Kabeljau und Andrajos mit Hase. „Bacalao Encebollao“ (Kabeljau mit Zwiebeln) ist ein typisches Gericht der Karwoche. Huelmas Gastronomie ist köstlich und vielfältig.
Im Bereich der Süßspeisen gibt es eine große Vielfalt an Leckereien: Roscos (ringförmiges Gebäck), Flores (blütenförmiges Gebäck), Borrachuelos (süße Krapfen), Perrunas (Mandelkekse), Polvorones (Mürbeteigkekse), Mantecados (Mürbeteigkekse), Huevos Moles (süßes Eigelbgebäck), Papajotes (süße Krapfen), Membrillo (Quittenpaste), Gachas (Brei) und das traditionelle Hornazo (Osterbrot) für Ostersonntag.
Einer der wichtigsten Meilensteine in der Geschichte von Huelma ist die Existenz eines heldenhaften iberischen Heiligtums auf dem Hügel „El Pajarillo“, das auf das 4. Jahrhundert v. Chr. datiert werden kann. Dieses Heiligtum bildete das Tor zu einem Gebiet, das von einem iberischen Aristokraten am Fluss Jandulilla kontrolliert wurde und dessen Hauptsitz sich in Úbeda befand. Später, in der römischen Zeit, im 3. Jahrhundert n. Chr., wurde das obere Jandulilla-Tal mit kleinen landwirtschaftlichen Betrieben und Viehzucht wiederbesiedelt.
Während der muslimischen Herrschaft erlebte Huelma eine Blütezeit. Nach der Eroberung der Iberischen Halbinsel durch die Muslime entstand die heutige Siedlung um den Hügel, auf dem sich die Burg befindet. Diese muslimische Befestigungsanlage spielte eine Schlüsselrolle in den Grenzkonflikten des Mittelalters zwischen den Königreichen Kastilien und Granada. Die Nasriden hielten die Stadt bis 1438, als sie von Íñigo López de Mendoza, dem 1. Marquis von Santillana, erobert wurde. König Johann II. verlieh sie ihm als Herrschaft, und Jahre später, 1474, erhob Heinrich IV. diese Herrschaft zur Vizegrafschaft und schließlich zur Grafschaft, verliehen an Beltrán de la Cueva, den 1. Herzog von Albuquerque. Daher wurde die Burg zu dieser Zeit auf den Überresten der alten muslimischen Festung errichtet und ist auch als „Burg der Herzöge von Albuquerque“ bekannt. Nach dem Ende des Krieges von Granada im Jahr 1492 erlebte Huelma in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts dank der Wiederbesiedlung und der Kultivierung neuer Ländereien eine Phase politischer und wirtschaftlicher Stabilität. Diese Jahre des wirtschaftlichen Aufschwungs spiegelten sich in der Durchführung umfangreicher religiöser und ziviler Bauprojekte wider, wie beispielsweise dem Bau der Pfarrkirche.
Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts kam es aufgrund von Krisen und Epidemien zu einem Bevölkerungsrückgang. Im Zuge des Unabhängigkeitskrieges rückten französische Truppen nach Huelma vor und zerstörten die Festung.